Union Investment hat 2017 eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Gewinn vor Steuern lag bei 610 Millionen Euro, nach 468 Millionen Euro im Jahr zuvor. Auch das verwaltete Vermögen erreichte einen Rekordwert mit 323,9 Milliarden Euro (2016: 292,3 Milliarden Euro). Im Zentrum des Interesses standen nach Angaben der Fondsgesellschaft vor allem Multi-Asset-Lösungen, offene Immobilienfonds und das Fondssparen.

Bei den Multi-Asset-Lösungen waren vor allem die Privatfonds mit Nettomittelzuflüssen von 4,7 Milliarden Euro gefragt (2016: 3,1 Milliarden Euro) gefragt. Zum Jahresende verwalteten die sechs Privatfonds-Varianten knapp 22 Milliarden Euro.

Institutionelle: Immobilieninvestments gewinnen an Bedeutung

Im Geschäft mit institutionellen Kunden erzielte Union Investment mit 15,2 Milliarden Euro einen ähnlich hohen Nettoabsatz wie 2016 (16,1 Milliarden Euro). Dazu haben laut Unternehmensangaben 78 neue Kunden beigetragen. Die Assets under Management im institutionellen Geschäft erreichten mit 187,9 Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Höchststand (2016: 168,6 Milliarden Euro).

"In Zeiten von anhaltendem Niedrigzins und steigender Komplexität an den Börsen schreitet die Diversifizierung der institutionellen Kundenportfolios deutlich fort", so Vorstandschef Hans Joachim Reinke.

-> 54 Prozent der Investoren erwarten mittelfristig steigende Zinsen

Die Depots weisen demnach mehr Anlageklassen und eine breitere Länderallokation auf. Gefragt waren vor allem Produkte mit größeren Renditechancen wie Unternehmens- und Schwellenländeranleihen. Darüber hinaus gewannen Multi-Asset-etwa Produkte und Immobilieninvestments an Bedeutung.

Auch "Nachhaltigkeit hat sich von einem weichen zu einem harten Anlagekriterium im Portfoliomanagement entwickelt und ist für viele Großanleger inzwischen Standard", sagt Reinke. Insgesamt erreichten die nachhaltig angelegten Gelder ein Volumen von 33,5 Milliarden Euro, das ist eine Steigerung um knapp acht Milliarden gegenüber 2016.

Privatkundengeschäft: Höchster Absatz seit dem Jahr 2000

Im Privatkundengeschäft verzeichnete Union Investment nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit 9,9 Milliarden Euro (2016: 7,1 Milliarden Euro) den besten Absatz seit 17 Jahren. Der Bestand privater Gelder stieg auf 136 Milliarden Euro und erreichte damit ebenfalls einen Höchststand (2016: 123,7 Milliarden Euro).

-> Offene Immobilienfonds investieren bisher kaum in Wohnobjekte

Die drei offenen Immobilien-Publikumsfonds und der im Juli 2017 aufgelegte Fonds "UniImmo: Wohnen ZBI" für Privatkunden verbuchten Nettomittelzuflüsse in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. Auf den Wohnimmobilienfonds entfielen dabei 618 Millionen Euro.

Die Zahl der klassischen Fondssparpläne wuchs im Jahresvergleich um 29 Prozent auf knapp 1,9 Millionen Verträge. Dabei investierten 92 Prozent der Sparplankunden in Aktien-, Misch- oder Immobilienfonds.

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