19.12.2011 | Investoren

Transaktionsniveau bei Wohnimmobilien erreicht Drei-Jahres-Hoch

Mitte Dezember zeichnet sich am Transaktionsmarkt für Wohnimmobilienportfolios für 2011 ein Drei-Jahres-Hoch ab. Derzeit stehen rund 220 Investments mit einem Volumen von zirka 5,5 Milliarden Euro in der Statistik von Jones Lang LaSalle.

Bereits Ende des ersten Halbjahres waren die Volumina des gesamten Vorjahres (3,1 Mrd. Euro) erreicht. In den verbleibenden zwei Wochen wird sich der bundesweite Investmentumsatz noch um voraussichtlich rund 200 Millionen Euro erhöhen. Institutionelle Investoren wie Immobilien AGs, Fonds, Banken, REITs und Fonds-Verwalter werden im Jahr 2011 die aktivste Käufergruppe sein. Bis dato engagierten sie sich mit knapp 4,4 Milliarden Euro.

„Insgesamt wurden mit rund 150.000 fast dreimal so viele Wohneinheiten gehandelt wie im Vorjahr", so Dr. Malte Maurer, Leiter Residential Investment Jones Lang LaSalle Deutschland. Der starke Anstieg des Transaktionsvolumens bestätige den Trend der Investition in Sachwerte mit stabilen Cashflows, gerade in Zeiten unsicherer Finanz- und Aktienmärkte.

Größter Deal nach Wohneinheiten: GSW-Börsengang

Der größte Deal des Jahres nach Wohneinheiten war der Börsengang der Berliner GSW Immobilien, der den Eigentümern bereits 633,4 Millionen Euro für knapp 50.000 Berliner Wohnungen in die Kassen spülte. Für die noch ausstehenden 20 Prozent der Anteile am Unternehmen werden voraussichtlich im Jahr 2012 noch einmal weitere 170 Millionen Euro an Cerberus und Goldman Sachs fließen.

Zusammen mit 21 weiteren Transaktionen (jeweils mehr als 1.000 Wohneinheiten) bestimmt dieser Deal mehr 75 Prozent des Transaktionsvolumens und fast 80 Prozent des Marktgeschehens nach Wohneinheiten. Die meisten Wohneinheiten in insgesamt 45 Portfolioverkäufen wurden in Berlin gehandelt.

Die meisten Käufer kamen aus Deutschland. Knapp 60 Prozent des Investmentvolumens fielen auf deutsche Investoren.

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