06.11.2014 | Unternehmen

TAG will wieder verstärkt Wohnungen verkaufen

TAG stellt Ertrag je Aktie in den Mittelpunkt
Bild: Haufe Online Redaktion

Nachdem der Immobilienkonzern TAG in den vergangenen Jahren auf Wachstum durch Zukäufe gesetzt hat, soll jetzt der Ertrag je Aktie wieder mehr im Mittelpunkt stehen. Um diesen Ertrag zu steigern, sollen wieder verstärkt Wohnungen verkauft werden.

So trennte sich das Hamburger Unternehmen nach Angaben vom Donnerstag erst vor kurzem von einer Liegenschaft in Berlin-Marzahn mit 2.600 Einheiten. Außerdem hatte das MDax-Unternehmen den Rückkauf eigener Aktien angekündigt. Dieser Schritt soll neben niedrigeren Leerständen und höheren Mieten dazu beitragen, dass das operative Ergebnis je Aktie auch im kommenden Jahr steigt.

Zum Ende des dritten Quartals 2014 erreichte TAG durch Mietsteigerungen und Leerstandsabbau weiteres operatives Wachstum im Portfolio, das aktuell nahezu 75.000 Einheiten umfasst. Durch den Verkauf der TAG Gewerbeimmobilien GmbH Ende Mai 2014 wird die vollständige Fokussierung auf das Wohnsegment vollzogen.

Der erfolgreiche Aktienrückkauf zwischen September und Oktober 2014 führt parallel zu einer Verbesserung aller Kennzahlen. Dies bestätigt die Jahresprognose 2014 auf Basis der einzelnen Aktie mit einem FFO I in Höhe von 0,69 Euro. Für das Jahr 2015 wird ein FFO I zwischen 0,71 Euro und 0,73 Euro je Aktie erwartet.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich am Ende des dritten Quartals im Geschäftsbereich Wohnimmobilien auf 85,4 Millionen Euro nach 52,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Zinsergebnis der ersten neun Monate 2014 dieses Geschäftsbereichs lag mit minus 74,2 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau von minus 70,8 Millionen Euro. Das Konzernergebnis für den Gesamtkonzern betrug zum Ende des dritten Quartals 2014 63,5 Millionen Euro (Vorjahr 38,2 Millionen Euro).

Die Kennzahl Funds from Operations (FFO) als Indikator der operativen Ertragskraft beträgt zum Ende des dritten Quartals 2014 auf Aktienbasis ohne Verkäufe (FFO I) 0,51 Euro. Der prognostizierte FFO I je Aktie von 0,69 Euro (nach 0,52 Euro je Aktie im Vorjahr) wird zum Jahresende erreicht, wenngleich der absolute Betrag die prognostizierten 90 Millionen Euro unterschreiten wird. Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein weiterer Anstieg des FFO I für auf 0,71 bis 0,73 Euro je Aktie prognostiziert.

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