29.07.2013 | FAP-Barometer

Stimmung unter Immobilienfinanzierern hellt sich auf

Das FAP-Barometer für Immobilienfinanzierung dreht ins Positive.
Bild: FAP

Unter den Immobilienfinanzierern herrscht nach Einschätzung des Beratungsunternehmens Flatow AdvisoryPartners GmbH (FAP) derzeit ruhige, wenn auch positive Gelassenheit. Das FAP-Barometer stieg im Vergleich zum Vorquartal leicht um plus 0,15 auf plus 0,89 Barometerpunkte an. Für das FAP Barometer werden jedes Quartal 225 Finanzierungsexperten befragt.

Die Finanzierungsbedingungen werden von den Befragten derzeit merklich progressiver bewertet. Während im dritten Quartal 2013 mehr als 28 Prozent der Experten die Rahmenbedingungen besser als zuvor einschätzen, waren dies im zweiten Quartal noch 22 Prozent.

Neugeschäft pegelt sich auf gleichbleibendem Niveau ein

45 Prozent der Experten schätzen das Neugeschäftsvolumen als stabil ein, die leicht verbesserte "Gesamtstimmung" schlägt hier noch nicht so richtig durch. Allerdings sehen 25 Prozent unverändert ansteigende Werte und 15 Prozent neuerdings ansteigende Werte. Zehn Prozent der Befragten sehen einen unverändert abnehmenden Trend und 5 Prozent einen neuerdings abnehmenden Trend. Leicht verschoben haben sich die Schwerpunkte im Neugeschäft. Neue Kundenbeziehungen zu gewinnen ist mit 17,4 Prozent der Nennungen an die erste Stelle gerückt und hat den Ertrag beziehungsweise die Rendite mit 15,2 Prozent erstmals vom Spitzenplatz verdrängt. Dass die Nachhaltigkeit neben dem Ertrag eine große Rolle spielt, zeigen die ebenfalls 15,2 Prozent für die Pflege bestehender Kundenverbindungen.

Bewährte Produkte werden bevorzugt

Die Schere bei den Kredittranchen im Neugeschäft geht immer weiter auseinander. Sowohl die großen Kreditvolumen über 100 Millionen Euro als auch die sehr kleinen unter 10 Millionen Euro (27,5 Prozent) wachsen an. Das Gros liegt mit 52,5 Prozent Anteil weiterhin zwischen zehn und 50 Millionen Euro. Die bewährten Immobilienprodukte werden von den Kreditgebern auch im dritten Quartal bevorzugt. Büroimmobilien liegen sowohl im Bestand als auch in der Projektentwicklung an erster Stelle. Es folgen Wohnimmobilien, Shoppingcenter und Einzelhandelsimmobilien, Logistikimmobilien und (mit größtem Zuwachs) Mikroapartments und Studentenwohnungen.

Neugeschäft versus Risiko - das aktuelle Thema

Wer hat bei der Kreditvergabe das Sagen: der Bereich für das Neugeschäft oder die Risikoabteilung? Es werde ausgewogen entscheiden, sagen knapp 54 Prozent. Doch insgesamt 32,1 Prozent sehen die Risikoabteilung als ausschlaggebenden Entscheider. 14,3 Prozent sehen die Entscheidung eher vom Neugeschäft beeinflusst. Auch für die kommenden sechs bis zwölf Monate wird sich daran nichts Grundlegendes ändern, so die Barometer-Ergebnisse.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Marktanalyse, Immobilienfinanzierung

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