14.07.2016 | Startup-Serie

Exporo: "Die Zeit war reif"

Das Exporo-Gründerteam: Björn Maronde, Tim Bütecke, Julian Oertzen, Simon Brunke
Bild: Haufe Online Redaktion

Wie sieht die Startup-Szene in der Immobilienwirtschaft aus? Jede Woche stellt sich bei uns ein kreatives PropTech-oder FinTech-Unternehmen vor. Heute dabei: Das 2014 gegründete FinTech-Unternehmen Exporo aus Hamburg.

Die Gründer

Hinter Exporo stehen Tim Bütecke (40), Bau-Ingenieur, seit 14 Jahren in der Immobilienbranche tätig; Simon Brunke (35), seit über 10 Jahren in der Finanzbranche tätig; Dr. Björn Maronde (35), der Erfahrung beim Aufbau eines e-Commerce Spin-offs hat, und Julian Oertzen (35), Unternehmensberater unter anderem bei BCG.

Die Idee

Über die Online-Plattform Exporo.de können Anleger direkt in ausgewählte Immobilienprojekte investieren und so dem Projektentwickler Mezzanine-Kapital zur Eigenkapitalergänzung zur Verfügung stellen, auch Crowdinvesting für Immobilien genannt. Die Idee entstand nach der Bankenregulierung im Zuge der Finanzkrise, als die Eigenkapitalanforderungen für Kredite stark stiegen. So können Projektentwickler einen Teil des erforderlichen Eigenkapitals ersetzen und haben mehr Liquidität, um neue Projekte anzukaufen oder parallel zu entwickeln. Gerade die typischen Mezzanine-Tranchen im Crowdinvesting (zwischen 0,5 - 2 Millionen Euro) werden von etablierten Mezzanine-Kapitalgebern, wie Family-Offices, nicht bedient. So schließt Crowdinvesting eine Finanzierungslücke für Projekte mit einem Investitionsvolumen zwischen 5 und 25 Millionen Euro.

Einfach und direkt investieren: So wirbt Exporo auf der Unternehmens-Website
Bild: Exporo

Die Entwicklungszeit

Die Gründer haben Exporo schrittweise über drei Jahre aufgebaut und erst viele Tests durchgeführt, bevor sie das Geld für die Entwicklung der Plattform in die Hand genommen haben. Eine der Hauptfragen für die Jungunternehmer war: Ist die Zeit schon reif dafür, dass Anleger einfach online in Immobilienprojekte investieren ohne persönliche Beratung? Die Antwort, die sie sich gegeben haben, war ja.

Geplante Änderungen

Exporo.de wird nach Angaben der Jungunternehmer ständig weiterentwickelt und um neue Funktionalitäten erweitert, wie zum Beispiel um den Investoren-Cockpit oder einen Portfolio-Builder. Zudem sei geplant, in weitere Assetklassen neben Wohnen einzusteigen.

Der Unterschied zu etablierten Unternehmen

Nach Aussage der Exporo-Gründer versucht man beim Unternehmen wirklich jeden Prozessschritt zu automatisieren. So könnten die Emissionskosten klein gehalten werden und schnell stark skalieren. Ein Beispiel dafür sei, dass der Vertragsschluss zwischen Anleger und Projektentwickler ohne Unterschrift rein online stattfindet. Die Verträge werden automatisch personalisiert und per Email zugeschickt.

 

Hinweis: Alle Informationen sind eigene Angaben des Unternehmens Exporo.

 

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Schlagworte zum Thema:  Startup, Crowdinvesting, Online-Plattform

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