10.10.2012 | Transaktion

Staatsfonds und Axa kaufen "Die Welle" und "Kranzler Eck"

Mit im Paket: Das "Neue Kranzler Eck" in Berlin
Bild: Argoneo

Der norwegische Staatsfonds NBIM und der französische Versicherer Axa kaufen zwei große Gewerbeimmobilien in Deutschland. Für 784 Millionen Euro übernehmen sie das Frankfurter Bürogebäude "Die Welle" und das "Neue Kranzler Eck" in Berlin von der Royal Bank of Scotland (RBS).

Das teilten die Investoren am Mittwoch mit. Die Transaktion, über die das "Handelsblatt" bereits in Teilen berichtet hatte, gilt als größtes Immobiliengeschäft des Jahres in Deutschland.

Die in der Finanzkrise beinahe kollabierte RBS war im Jahr 2010 unfreiwillig in den Besitz der Immobilien gekommen. Zuvor hatte ein Immobilienfonds der US-Investmentbank Morgan Stanley die Anlagen im Jahr 2007 im Paket mit knapp 30 Häusern von der Fondsgesellschaft Union Investment übernommen.

Für das Portfolio mit dem Namen Pegasus kassierte die Tochter der Genossenschaftsbanken damals knapp 2,2 Milliarden Euro. Allein für "Die Welle" erhielt Union Investment damals 703 Millionen Euro, weitere 1,36 Milliarden für die anderen Immobilien. Das Geschäft war größtenteils fremdfinanziert - von der RBS als maßgeblichem Kreditgeber mit laut "Handelsblatt" 1,9 Milliarden Euro. Als der Wert der Immobilien verfiel, gab Morgan Stanley die Häuser an die Briten ab. Die Bank gehört seit der Krise zu 82 Prozent dem britischen Staat.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfonds, Transaktion, Deal, Gewerbeimmobilien

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