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Single-Tenant-Büroobjekte sind selten Core-Immobilien

Das Objekt "Grüne Mitte Essen" ist ein typisches Single-Tenant-Objekt
Bild: Hannover Leasing

Single-Tenant-Büroobjekte sind bei Investoren beliebt, weil sie als sichere Anlage gelten. Die Deutsche Immobilien Wirtschafts Gesellschaft (DIWG) hat in einer Studie die Risiken dieser Objektart untersucht und kommt zum Schluss, dass diese nur bedingt dem Core-Segment zuzuordnen ist.

Der Grund für ein Investment in Single-Tenant-Objekte ist der häufig als gering eingestufte zu erwartende Verwaltungs- und Managementaufwand, während bei Multi-Tenant-Objekten ein hoher Aufwand unterstellt wird. Ob dies eintritt oder nicht hängt laut DIWG aber nicht nur vom Vermieter ab, sondern letztlich vom Mieter und seinen vertraglichen Möglichkeiten.

Insbesondere die unkalkulierbare Weitervermietungssituation und ein nur schwer abschätzbarer Exit führen laut DIWG dazu, dass sich diese Objekte nur für Anleger eignen, die im Worst Case den vollständigen Verlust ihrer Einlagen verkraften können und Rücklagen in ausreichender Höhe gebildet haben, um notwendige Revitalisierungsmaßnahmen durchführen zu können.

Alle anderen Anleger seien mit Multi-Tenant-Gebäuden im Core-Segment auf der sichereren Seite. Investoren, die sich trotzdem dem Segment der Single-Tenant-Immobilien zuwenden wollten, sollten sich im Vorfeld ihrer Investition mit der Drittverwendungsfähigkeit ihres Investments intensiv auseinandersetzen, um sicher zu stellen, dass sich nach einem Totalauszug des Erstmieters kein böses Erwachen einstellt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Investment

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