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Sechs Milliarden Euro Transaktionsvolumen mit Wohninvestments

Im Jahr 2011 wurde bundesweit ein Transaktionsvolumen von 5,97 Milliarden Euro mit Wohninvestments registriert. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 59 Prozent übertroffen, wie BNP Paribas Real Estate ermittelte.

In die Analyse einbezogen wurden 235 Verkäufe mit zusammen knapp 92.000 Wohnungen. Der durchschnittliche Umsatz pro Transaktion lag wie bereits im Jahr 2010 bei rund 25 Millionen Euro. Mit Abstand am meisten investiert wurde in Berlin, wo mit 47 Deals ein Verkaufsvolumen von knapp 2,5 Milliarden Euro erreicht wurde.

Über alle Assetklassen betrachtet, liegt der durchschnittliche Verkaufspreis bei knapp 1.000 Euro pro Quadratmeter. Ausländische Investoren haben absolut zwar mehr angelegt als im Jahr 2010, konnten mit knapp 29 Prozent ihren Anteil aus dem Vorjahr (38 %) aber nicht ganz halten.

Bestandsportfolios am beliebtesten

An erster Stelle rangieren weiterhin Bestandsportfolios, auf die rund die Hälfte des Ergebnisses (2,96 Mrd. €) entfielen. Am meisten wurde hier von Immobilien AGs investiert, bedingt unter anderem durch die Übernahme der Mehrheitsanteile der Colonia Real Estate durch die TAG. Aber auch Spezialfonds und Equity/Real Estate Funds waren in diesem Segment sehr aktiv, wofür vor allem die vergleichsweise hohen Renditen verantwortlich sind. Der erzielte Durchschnittskaufpreis lag bei etwa 780 Euro pro Quadratmeter.

Mit rund 28 Prozent (gut 1,67 Mrd. €) waren ältere Bestandsobjekte mit kleineren Volumina am Ergebnis beteiligt, der durchschnittliche Verkaufspreis lag mit gut 1.000 Euro pro Quadratmeter um etwa 29 Prozent höher als bei den größeren Portfolios. Moderne Bestandsobjekte, die jünger als zehn Jahre sind, kamen dagegen auf rund 1.600 Euro pro Quadratmeter.

Projektentwicklungen legen zu

Die Milliardenschwelle durchbrochen haben auch Investitionen in Projektentwicklungen (knapp 17 %). Da dieses Marktsegment in erster Linie für sicherheitsorientierte Anleger attraktiv ist, verwundert es nicht, dass hier drei Anlegergruppen für über 80 Prozent des Ergebnisses verantwortlich sind: Spezialfonds, Pensionskassen und Versicherungen. Die erzielten Durchschnittspreise liegen bei mehr als 2.600 Euro pro Quadratmeter und damit leicht höher als im Vorjahr.

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