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Adlon-Investor Jagdfeld will Schadenersatz von Signal Iduna wegen Rufschädigung

Jagfeld war durch die Neugründung des Nobelhotels Adlon in Berlin bekannt geworden
Bild: siepmannH ⁄

Anno August Jagdfeld hat die Versicherungsgruppe Signal Iduna auf Schadenersatz verklagt. Der Immobilienunternehmer, der durch die Neugründung des Berliner Hotels Adlon bekannt geworden war, verlangt vor dem Dortmunder Landgericht wegen Rufschädigung "mehrere hundert Millionen Euro", wie ein Sprecher der Jagdfeld-Gruppe sagte. Die Beklagte hält die Vorwürfe für unbegründet.

Vom Gericht hieß es: "Es gibt einen Rechtsstreit eines Unternehmers, der im Immobilienbereich tätig ist, gegen eine Versicherungsgesellschaft, die in Dortmund ansässig ist." Ein Sprecher sagte, dass es sich im Wesentlichen zunächst nur um einen sogenannten Feststellungsantrag des Klägers handle.

Dabei soll geprüft werden, ob die beklagte Seite "aufgrund aufgeführter, vermeintlich rufschädigender Äußerungen" prinzipiell zu Schadenersatz verpflichtet sein könnte. Über konkrete Summen werde dagegen noch nicht gesprochen.

Jagdfeld sieht sich durch Aussagen von Signal Iduna "vorsätzlich sittenwidrig geschädigt". Es habe eine «Kampagne» gegen ihn gegeben, die letztlich zu Verlusten vieler Kleinanleger seines Adlon-Fonds geführt und Kredite gefährdet habe. Ein Sprecher der Signal Iduna, die in den Adlon-Fonds investiert hatte, sagte: "Wir halten die Vorwürfe für völlig abwegig und räumen der Klage keine Erfolgschancen ein."

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Schlagworte zum Thema:  Klage, Schadensersatz, Immobilienunternehmen, Investor

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