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Rekordumsatz bei europäischen Logistikflächen

Der Logistikflächenumsatz in Europa hat 2011 laut Jones Lang LaSalle mit 16,3 Millionen Quadratmetern ein Rekordvolumen erreicht. Das Ergebnis des Vorjahres wurde um 12, der 10-Jahres-Schnitt um 59 Prozent übertroffen.

Auch in Ländern, in denen das Konjunkturwachstum nur schwach oder zum Ende des Jahres sogar rückläufig war, zeigten die Anmietungs- oder Eigennutzeraktivitäten ein gutes Niveau. "Grund für die starke Nutzernachfrage waren Optimierungen des Logistiknetzwerkes, ein Outsourcing von Logistikdienstleistungen sowie eine robuste Nachfrage durch den E-Commerce-Handel", so Alexandra Tornow, bei Jones Lang LaSalle Leiterin Research Industrial & Logistics EMEA.

Darüber hinaus sorgte eine beträchtliche Binnennachfrage in den Schwellenmärkten Mittel-, Osteuropas und Asiens, für die dynamische Entwicklung. Gemessen am Zuwachs punkteten Belgien (+ 121 %), Frankreich (+ 52 %) und Ungarn (+ 52 %) am stärksten, gefolgt von Polen (+ 28 %), Italien (+ 26 %) und den Niederlanden (+ 20 %).

Deutschland mit stärksten Umsatzaktivitäten

Den bei weitem stärksten Umsatzrückgang mussten Großbritannien und die Tschechischen Republik mit jeweils - 47 Prozent hinnehmen. Mit Russland (-14 %) und Spanien (-5 %) waren es insgesamt vier Märkte, die Einbußen zu verzeichnen hatten. Teilweise gingen diese Entwicklungen auf das Konto eines geringen Angebots an Flächen in den gesuchtesten Lagen mit der Folge, dass nicht alle bestehenden Gesuche bedient werden konnten.

Deutschland verzeichnete die stärksten Umsatzaktivitäten (31 % des europäischen Gesamt-Umsatzes) und übertraf 2011 erstmals die Fünf-Millionen-Quadratmeter-Marke.

Die Plätze 2 und 3 wurden von Frankreich und Polen eingenommen, gefolgt von Russland. Beide osteuropäischen Länder profitieren davon, dass der Logistikmarkt in dieser Region einen starken Reifungsprozess durchlaufen hat, eine Entwicklung, die sich fortsetzen dürfte. Damit aus den Top 3 gefallen ist Großbritannien, dessen Umsatzaktivitäten (insgesamt 1,2 Mio. m²) von den getrübten konjunkturellen Wachstumsaussichten und dem signifikanten Rückgang des Angebots an verfügbaren modernen Logistik-Gebäuden gebremst wurden.

Projektentwicklungen nehmen zu

Die Projektentwicklungen haben 2011 noch einmal zugenommen. Allerdings ging es dabei eher um die Zunahme des Flächenvolumens von maßgeschneiderten Projektentwicklungen für jeweils bestimmte Nutzer, nicht um spekulativ erstellte Flächen. Die Fertigstellungen im Gesamtjahr 2011 beliefen sich auf rund 5,8 Millionen Quadratmeter. Das sind 18 Prozent mehr als 2010, aber nur halb so viel wie im Spitzenjahr 2008.

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