14.05.2013 | Top-Thema Problemimmobilien und Refinanzierung

Asset Management in der Insolvenz

Kapitel
Dass ein Problemimmobilien-Portfolio – hier die Bornstraße 125 – von einem kommunalen Wohnungsunternehmen (DOGEWO21) übernommen wird, das sie auch noch nachhaltig sanieren will, ist eher selten.
Bild: DOGEWO

Problemimmobilien. Welche Optionen existieren bei Portfolios aus notleidenden Krediten? Verbriefung oder Forderungsverkauf sind einige. Und auch die Insolvenz ist nicht immer der schlechteste Weg.

Viele Akteure der Immobilienwirtschaft rechnen seit geraumer Zeit mit einer Renaissance der Non-Performing Loans (NPLs) und den damit verbundenen Portfoliotransaktionen. So schätzt Ernst & Young den deutschen NPL-Markt auf 750 Mrd. €. Hiervon entfallen ca. 60 Mrd. € auf den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt in den Jahren 2013 und 2014. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass derzeit etliche Immobilienfinanzierungen aus den überhitzen Jahren ab 2005 auslaufen und auf Basis der verschärften Eigenkapital- bzw. Liquiditätsanforderungen gemäß Basel III neu bewertet werden müssen. Viele Marktteilnehmer warten auf die großen Portfolio-Transaktionen als Opportunitäten jedoch vergeblich. Bei Banken und Eigentümern ist die Erkenntnis gereift, dass die deutsche Insolvenzordnung (InsO), die auch jüngst durch das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) novelliert wurde, und eine Zusammenarbeit zwischen erfahrenem Asset Manager und Insolvenzverwalter eine gute Möglichkeit bietet, um aus notleidenden Immobilien-Portfolios noch ein Maximum des eingesetzten Kapitals zurückzugewinnen. Der Artikel stellt dar, welche Optionen im Umgang mit NPL-Portfolios existieren und welche Leistungen Gläubiger, aktiver Insolvenzverwalter und professioneller Asset Manager erbringen müssen, um ein Immobilien-Portfolio erfolgreich zu restrukturieren.

Schlagworte zum Thema:  Schrottimmobilie, Refinanzierung

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