08.08.2013 | Unternehmen

Prime Office schreibt Verlust und treibt Fusion mit OCM voran

Bewertungseffekte und Fusionskosten sorgten für Verlust im 1. Halbjahr
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Münchner Immobilienunternehmen Prime Office Reit AG hat im 1. Halbjahr 2013 einen Verlust von 59,8 Millionen Euro gemacht. Als Grund gibt die Gesellschaft unter anderem Bewertungseffekte und Kosten im Zuge der Fusion mit OCM German Real Estate (German Acorn) an.

Die Geschäftsentwicklung war dem Reit zufolge in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs primär von Einmal- und Sondereffekten geprägt. Dabei sei die Marktwertanpassung des Immobilienportfolios im Volumen von rund -60,9 Millionen Euro zum 30.6.2013 ein zentraler Einflussfaktor gewesen.

Die Korrektur der Werte des Immobilienportfolios um -6,7 Prozent auf rund 848 Millionen Euro (31.12.2012: 909 Mio. Euro) sei durch ein verändertes Marktumfeld bedingt, da eine zurückhaltende Büroflächennachfrage an den Standorten mit Nachvermietungserfordernissen (Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart) zu Verzögerungen bei den Neuvermietungen geführt habe.

Weitere Einflussfaktoren waren die Due Diligence-Prozesse im Zuge der Verschmelzungsgespräche mit der OCM, die zu einem deutlichen Anstieg der Rechts- und Beratungskosten im Berichtszeitraum geführt haben, sowie die Rückstellung, die vor dem Hintergrund der zu führenden Verhandlungen zur Aufhebung des Dienstverhältnisses des am 28.6.2013 abberufenen Vorstandsvorsitzenden Claus Hermuth, gebildet wurden.

Die Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung reduzierten sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2013 aufgrund des auf 22 Prozent gestiegenen Leerstands im Portfolio sowie dem zum Jahresende 2012 erfolgten Verkauf des Objekts in Hamburg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 26,5 (H1/2012: 36,6 Mio. Euro). Folglich lag das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung mit 22,7 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres (H1/2012: 30,8 Mio. Euro).

Das operative Ergebnis betrug im Berichtszeitraum bedingt durch den Vermietungsstand sowie die geplante Fusion mit der OCM im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 16,4 Millionen Euro - nach 27,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012. Ebenso reduzierte sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor dem Hintergrund der veränderten Immobilienbewertung im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf -45,1 (H1/2012: 18,6) Millionen Euro.

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