07.11.2013 | Unternehmen

Prime Office rutscht tief in die roten Zahlen

Prime Office kämpft derzeit mit hohen Leerständen in Büroimmobilien
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im Vorfeld der geplanten Verschmelzung mit dem Konkurrenten German Acorn/OCM meldet die Büroimmobilienfirma Prime Office zum Ende September einen Nettoverlust von 86 Millionen Euro. Ein Grund sind Abschreibungen auf den Bestand, die wegen des hohen Leerstands anfielen. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge hofft das Unternehmen noch auf einige lukrative Immobilienverkäufe.

Ein Objekt, dass verkauft werden soll, ist das Hochhaus der Süddeutschen Zeitung in München. Die Verhandlungen laufen demnach bereits "auf Hochtouren".

Auch im operativen Geschäft verzeichnet die Firma ein Minus von 3,3 Millionen Euro. Die Entwicklung des operativen Geschäfts wurde auch von Sonder- und Einmaleffekten in Zusammenhang mit der geplanten Verschmelzung mit der OCM German Real Estate Holding AG und der damit verbundenen Anpassung der beizulegenden Zeitwerte des Immobilienportfolios beeinflusst.

Die zum 30. September 2013 erfolgte Marktwertanpassung des Immobilienportfolios in Höhe von rund -78,3 Millionen Euro auf 805,6 (31. Dezember 2013: 883,9) Millionen Euro resultierte demnach aus insgesamt kürzeren Mietvertragsrestlaufzeiten, Verzögerungen bei den Vermietungsprozessen, der aktuellen Leerstandsquote (derzeit im Schnitt 18 Prozent) sowie einer leicht vorsichtigeren Markteinschätzung für einzelne Immobilien.

Zur Jahresmitte hatte die Anpassung der beizulegenden Immobilienmarktwerte insgesamt 57,3 Millionen Euro betragen, sodass auf das dritte Quartal 2013 rund 21 Millionen Euro entfielen. Zudem führte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 der Due Diligence-Prozess im Rahmen der geplanten Verschmelzung mit der OCM zu einem deutlichen Anstieg der Rechts- und Beratungskosten.

Die Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung reduzierten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 aufgrund der aktuellen Leerstandsquote von 18 Prozent und der erfolgten Immobilienverkäufe gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 29,2 Prozent auf 38,7 (Q1-Q3/2012: 54,7) Millionen Euro. Die Anpassung der beizulegenden Zeitwerte des Immobilienportfolios beeinflusste auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das mit -62,8 (Q1-Q3/2012: 31,5) Millionen Euro im Berichtszeitraum ebenfalls unter dem Niveau im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag.

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