23.01.2012 | Investoren

Preisgefälle zwischen Wohnungsmarkt London und Region auf Rekordniveau

Der Preisrückgang im Premiumsegment der regionalen Wohnungsmärkte 2011 hat das Preisgefälle zwischen London und der Region auf das höchste je erreichte Niveau gebracht. Zu diesem Ergebnis kommt Savills.

Im Vergleich zur britischen Hauptstadt, wo die Preise im vergangenen Jahr stiegen, erscheinen die hochwertigsten Immobilien in den regionalen Märkten preiswert.

Dem aktuellen Quartalsindex zum Premiumsegment des britischen Marktes für Wohnimmobilien von Savills zufolge fielen die Preise für Spitzenwohnimmobilien landesweit um durchschnittlich 3,3 Prozent. Im Londoner Premiumsegment hingegen stiegen sie um 8,7 Prozent, und das Spitzensegment in Central London verzeichnete einen Anstieg von 14,1 Prozent.

Diese Entwicklung bringt die Preise in London auf ein Rekordhoch. Gleichzeitig bedeutet dies, dass eine Million Pfund, die während des Höchststandes des Marktes in regionale Spitzenwohnimmobilien investiert wurden, nun im Durchschnitt lediglich 829.000 Pfund wert sind, während im Gegensatz dazu in London der Wert bei 1,1 Millionen beziehungsweise in Central London bei 1,2 Millionen Pfund liegt.

Nur wenige Märkte außerhalb Londons schlossen das Jahr mit einem positiven Ergebnis ab. Lediglich Lagen wie Sunningdale, Weybridge und Henley verzeichneten Preisanstiege im Bereich um zwei Prozent.

Auch Nord-Süd-Gefälle zu beobachten

Im Südosten gaben die Preise um insgesamt 2,0 Prozent nach, da das normalerweise aus der City zufließende Kapital größtenteils im Spitzensegment in London reinvestiert wurde.

Cornwall, wo die Preise im Jahresverlauf 2011 um 16 Prozent fielen, ist ein extremes Beispiel eines Marktes, in dem ein solcher Trend erkennbar ist. Auch war ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten, das die Preise für Spitzenwohnimmobilien in Mittelengland und dem Norden des Landes 24 Prozent unter dem Höchstniveau von 2007 verharren lässt. Es wird erwartet, dass diese unterdurchschnittliche Performance auch 2012 anhält.

In Schottland hat das gestiegene Angebot an Spitzenobjekten Käufern eine größere Auswahl ermöglicht und zu wachsenden Preisunterschieden zwischen dem absoluten Topsegment und dem Rest geführt. Schottlandweit sanken die Preise 2011 um durchschnittlich 4,7 Prozent.

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