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Preise für Wohnimmobilien ziehen weiter an

Immobilienpreise in Deutschland haben 2011 kräftig angezogen. Dieser Trend setzt sich fort. Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) war Wohneigentum zuletzt so teuer wie nie seit Ermittlung des Wertes 2003.

Die Zinsen bleiben niedrig. Dadurch sind Darlehen vergleichsweise günstig, was die Nachfrage weiter beleben dürfte. Außerdem werde der Markt angesichts der Schuldenkrise weiter davon profitieren, dass Immobilien von Anlegern als vergleichsweise sicheres Investment angesehen werden.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Preise um 2,7 Prozent. Vor allem für Eigentumswohnungen mussten Käufer im Jahr 2011 deutlich mehr Geld hinlegen: Sie verteuerten sich binnen Jahresfrist um 5,2 Prozent.

Talfahrt der Hypothekenzinsen bald vorbei

Auch die deutschen Fertighaus-Hersteller berichten von einer Flucht in die Sachwerte. Derzeit investierten Verbraucher verstärkt in Eigentum, erklärte der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Die Branche sei seit Jahren nicht mehr so ausgelastet wie aktuell.

ING-DiBa-Experte Carsten Brzeski begründete die Entwicklung mit dem günstigen Umfeld für Immobilienkäufer, vor allem weil Baugeldzinsen auf historische Tiefstände gefallen seien. Nach Angaben der FMH-Finanzberatung lag der Effektivzins für Hypotheken mit zehn Jahren Laufzeit Anfang Dezember bei 3,28 Prozent. Ein Jahr zuvor habe er bei 3,59 Prozent gelegen, vor drei Jahren bei 4,65 Prozent.

Die Talfahrt der Hypothekenzinsen sei jedoch wahrscheinlich schon bald vorbei, vermutet Brzeski. Bauherren und Immobilienkäufer müssten im Jahr 2012 mit moderat steigenden Zinsen rechnen.

Selbst genutzte Wohnimmobilien bleiben erschwinglich

Der deutsche Immobilienmarkt habe zuletzt auch von der robusten deutsche Konjunktur und der Flucht der Bürger in Sachwerte profitiert. Der vdp sieht zudem demografische Gründe für die steigende Nachfrage nach Immobilien.

Obwohl die größere Nachfrage die Immobilienpreise klettern lässt, bleiben selbst genutzte Wohnimmobilien erschwinglich, betonte der Immobilienverband Deutschland IVD. "Aufgrund der Eurokrise wird das Zinsniveau voraussichtlich weiterhin niedrig bleiben", sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick voraus: "Somit sollte die Belastung der Haushalte durch die Rückzahlung eines Immobilienkredites ebenfalls konstant bleiben."

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