23.03.2016 | Unternehmen

Postbank steigert Neugeschäft in der Baufinanzierung um 16 Prozent

Das Baufinanzierungsgeschäft war maßgeblich am Ergebnis der Postbank beteiligt
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Postbank hat das Neugeschäft in der Baufinanzierung 2015 im Vergleich zum Vorjahr auf 10,5 Milliarden Euro (plus 16 Prozent) gesteigert, neu vergebene Kredite an Firmenkunden wuchsen auf 1,2 Milliarden Euro (plus 17 Prozent), gewerbliche Immobilienfinanzierungen auf 2,8 Milliarden Euro (plus 15 Prozent). Außerdem hat die Deutsche Postbank AG ihren Anteil an der Hypoport AG auf knapp fünf Prozent gesenkt.

Das Neugeschäft mit Ratenkrediten betrug 2,6 Milliarden Euro (plus zwölf Prozent).

Vor Steuern erzielte die Postbank 2015 insgesamt einen Ergebniszuwachs auf 582 Millionen Euro nach 213 Millionen Euro im Vorjahr. Um wesentliche Sondereffekte bereinigt stieg das Ergebnis vor Steuern um knapp zehn Prozent auf 522 Millionen Euro (2014: 477 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern stieg von 259 Millionen Euro im Vorjahr um 134,7 Prozent auf 609 Millionen Euro.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft reduzierte sich von 265 Millionen Euro im Vorjahr um 21,1 Prozent auf 209 Millionen Euro. Darin spiegeln sich einerseits der positive Verlauf im Kundengeschäft, insbesondere die hohe Stabilität aus dem Privatkundenkreditgeschäft mit einem signifikanten Anteil an hoch besicherten deutschen Immobilienfinanzierungen wider. Diese Entwicklung wurde zusätzlich durch einen im ersten Halbjahr 2015 vereinbarten Verkauf von zwei Portfolios notleidender Kredite begünstigt, aufgrund dessen 32 Millionen Euro Risikovorsorge aufgelöst werden konnten.

Fokus unter anderem auf Immobilienfinanzierung

Die Wachstumsimpulse kamen in 2015 hauptsächlich aus dem Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden. Um die Organisation auf die Umsetzung der Postbank Zukunftsagenda auszurichten, hat der Aufsichtsrat der Deutsche Postbank AG zum Dezember 2015 strukturelle Veränderungen im Vorstand beschlossen. So wurde mit dem neu geschaffenen Ressort „Firmen und Märkte“ der Fokus auf das Mittelstandsgeschäft, die Immobilienfinanzierung sowie das Engagement an den Finanzmärkten im Vorstand neu verankert.

Beim Ausblick für 2016 erwartet die Postbank trotz einer geplanten positiven operativen Entwicklung ein um Sondereffekte bereinigtes moderat rückläufiges Vorsteuerergebnis. Unter Berücksichtigung der Sondereffekte aus 2015 und der geplanten Investitionen in ihre Zukunftsagenda erwartet die Postbank für 2016 einen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag, der sich auch im Konzerngewinn nach Steuern niederschlagen wird.

Deutsche Postbank: Veränderung Aktionärsstruktur

Die Deutsche Postbank AG hat außerdem ihre strategische Beteiligung an der Hypoport AG von 9,7 Prozent auf unter fünf Prozent verändert.



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