20.02.2012 | Investoren

Pekinger Mieten steigen weltweit am deutlichsten

Hongkong, London und Tokio sind weiterhin die teuersten Bürostandorte weltweit. Den größten Anstieg jedoch verbucht Peking: Hier stieg die Spitzenmiete um 81,9 Prozent, wie eine Studie von Cushman & Wakefield belegt.

Hongkong bleibt weiterhin der teuerste Bürostandort weltweit. Die Bruttomiete beträgt hier 168,83 Euro pro Quadratmeter und Monat. IIm Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem leichten Anstieg von rund fünf Porzent. Das Londoner West End ist wie im Vorjahr der zweitteuerste Bürostandort (164 Euro pro m²/Monat), Tokio etabliert sich auf dem dritten Platz (136,25 Euro pro m²/Monat).

Den größten Sprung machten Moskau und Peking: Moskau stieg vom siebten auf den vierten Rang. In der russischen Hauptstadt beträgt die Spitzenmiete pro Quadratmeter Bürofläche 101,92 Euro, was eine Steigerung von 22,5 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Den größten Anstieg jedoch verbucht Peking, hier stieg die Spitzenmiete von 49,57 Euro pro Quadratmeter und Monat auf 90,17 Euro pro Quadratmeter und Monat (+81,9 %). Damit kommen drei der fünf teuersten Bürostandorte aus Asien.

Spitzenmieten weitgehend stabil

Laut der jährlich durchgeführten Studie „Office Space Across the World“ des internationalen Immobilienberaters Cushman & Wakefield (C&W) haben sich die Spitzenmieten im Jahr 2011 weitestgehend stabil gehalten. Stiegen die Mietpreise im vergangenen Jahr teilweise deutlich an, so präsentieren sich die Mieten weltweit wenig volatil, jedoch mit steigenden Tendenzen. Mit Ausnahme von Moskau und Peking haben sich keine nennenswerten positiven Ausreißer herauskristallisiert.

Rio de Janeiro, das im Jahr zuvor erstmals als lateinamerikanische Stadt unter die Top-Fünf aufstieg, hat 2011 vier Plätze verloren und steht aktuell auf dem achten Rang. In Brasiliens Metropole werden Mietpreise bis zu 75,33 Euro pro Quadratmeter und Monat aufgerufen, dies bedeutet einen Rückgang von rund sechs Prozent. Auf dem amerikanischen Kontinent ist New York nun wieder der teuerste Bürostandort (82,67 Euro pro m²/Monat). Den höchsten Rückgang der Spitzenmiete verzeichnet die indische Küstenmetropole Mumbai. Die Spitzenmieten sind hier um rund 32 Prozent zurückgegangen und liegen derzeit bei 75,33 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Europas Spitzenmiete steigt insgesamt um zwei Prozent

Die Entwicklung der Spitzenmiete in den europäischen Ländern ist, ähnlich wie im Vorjahr, sehr diversifiziert. Der Großteil der Spitzenmieten in Europa ist jedoch ansteigend. Positivster Ausreißer ist Moskau, mit einem Anstieg der Spitzenmiete um rund 41 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Oslo (+14 %), Helsinki (+13,5 %), Stockholm (+9,7 %) das Londoner West End (+5,7 %) und Almaty in Kasachstan (+5,3 %). In Mailand hingegen sind leicht sinkende Mieten zu registrieren, so sank die Spitzenmiete um knapp einem Prozent auf 60,17 Euro pro Quadratmeter und Monat.

In Deutschland beträgt das Vermietungsvolumen 2011 in den Top-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München 2,89 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg des Flächenumsatzes von rund 18 Prozent. Der deutschsprachige Büromarkt stabilisiert sich zunehmend. Deutschland stieg vier Plätze von Rang 23 auf Rang 19.

Zürich weiter unter den Top-Ten

Zürich hält sich weiter unter den Top-Ten: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Spitzenmiete hier um drei Prozent auf 67,42 Euro pro Quadratmeter und Monat brutto. Österreich verliert erneut an Plätzen: Die Spitzenmiete in Wien beträgt 31,75 Euro pro Quadratmeter und Monat und verbucht einen Verlust von rund 4,6 Prozent.

Die höchste netto Spitzenmiete wird in Frankfurt erzielt, hier müssen Mieter bis zu netto 34,00 Euro pro Quadratmeter und Monat aufbringen. Auf den weiteren Plätzen folgen München mit netto 30,50 Euro pro Quadratmeter und Monat, Düsseldorf mit netto 24,00 Euro pro Quadratmeter und Monat, Hamburg mit netto 23,50 Euro pro Quadratmeter und Monat und Berlin mit netto 21,50 Euro pro Quadratmeter und Monat.

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