06.03.2012 | Investoren

Paris überholt London als führendes Investmentziel

Paris hat im 2. Halbjahr 2011 London als führenden Standort für gewerbliche Immobilieninvestments abgelöst. Das geht aus dem aktuellen CBRE-Ranking hervor, für das zehn Investmentdestinationen in Europa untersucht wurden.

Ein Anstieg des Transaktionsvolumens von 3,6 Milliarden in den ersten sechs Monaten 2011 auf 7,9 Milliarden Euro im zweiten Halbjahr 2011 hat dazu geführt, dass zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung im Jahr 2004 Paris London als führende Investmentdestination in Europa abgelöst hat. Dabei wurde die gesamte Region Ile de France erfasst, die deutlich größer ist als die zweitplatzierte Region Central London.

Das Transaktionsvolumen in Central London betrug im zweiten Halbjahr 2011 7,8 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums und auf ähnlichem Niveau wie im ersten Halbjahr 2011. Das Transaktionsvolumen auf dem gesamten französischen Markt belief sich im vierten Quartal 2011 auf 6,5 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2007 und der zweithöchste in Europa – mit der Ausnahme von Großbritannien, wo im vierten Quartal 8,3 Milliarden umgesetzt wurden. Die Investments in Frankreich konzentrierten sich dabei stark auf Pariser Büroimmobilien. Darunter waren sowohl große Portfolien als auch Einzeltransaktionen.

Dies führte dazu, dass das Transaktionsvolumen im vierten Quartal 2011 in der Region Central Paris (Stadtkern und La Défense) das Volumen der Region Central London erstmals seit dem ersten Quartal 2003 überstiegen hat. Dies liegt klar an der Stärke des Pariser und weniger an einer Schwäche des Londoner Marktes. Das Investmentvolumen von drei Milliarden Euro, das im vierten Quartal 2011 in Paris registriert wurde, war das höchste seit dem dritten Quartal 2007.

Der größte Deal des vierten Quartals erreichte ein Volumen von weniger 300 Millionen Euro. In der Vergangenheit war der Pariser Markt bereits durch ein starkes Jahresendgeschäft geprägt, und die Umsätze gingen in den ersten Quartalen der Folgejahre zurück, womit auch 2012 zu rechnen ist.

Aktuell

Meistgelesen