08.10.2013 | DTZ

OIF-Bestände in Non-Core-Märkten bieten 2014 gute Anlagechancen

Bis 2017 müssen Objekte im Wert von 19 Milliarden Euro verkauft werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Offene Immobilienfonds (OIFs) in Abwicklung müssen bis 2017 Objekte im Wert von 19 Milliarden Euro verkaufen. Laut DTZ bieten sich hier für 2014 attraktive Anlagemöglichkeiten vor allem in den europäischen Non-Core-Märkten, also etwa Benelux, Südeuropa und Osteuropa.

OIF-Objekte in den Benelux-Ländern, Südeuropa und Osteuropa, die bis 2015 verkauft werden müssen, dürften attraktive Chancen für Investoren bieten, so DTZ im Halbjahresbericht zu Deutschlands offenen Immobilienfonds (OIF). "Angesichts der deutlichen Abschläge auf Buchwerte, die bei Verkäufen auf diesen Märkten in letzter Zeit zu beobachten waren, dürften Investoren von weiteren OIF-Verkäufen auf diesen Märkten profitieren", so Hans Vrensen, Global Head of Research bei DTZ.

Laut Recherchen beläuft sich das Vermögen der OIF auf schätzungsweise 82 Milliarden Euro, wovon 19 Milliarden Euro auf die 17 Fonds entfallen, die ihre Objekte im Zuge der Abwicklung verkaufen müssen. Drei der Fonds in Abwicklung gehören zu den zehn größten OIF nach verwaltetem Vermögen.

Mit Blick auf die Zukunft ist festzuhalten, dass die OIFs in Abwicklung noch einen Immobilienbestand von sieben Millionen Quadratmetern in Europa halten. Der Bestand konzentriert sich auf Deutschland (34 %), die Benelux-Länder (20 %) und Südeuropa (18 %).

Festzustellen ist, dass ein überproportional hoher Anteil der im Jahr 2014 abzuwickelnden OIFs über Immobilienbestände in Südeuropa und Osteuropa verfügt. Andererseits erwartet DTZ den Höhenpunkt der Objektverkäufe in Frankreich und Großbritannien nicht vor 2016.

Die Objektverkäufe seit 2012 summieren sich bis zum dritten Quartal 2013 auf 4,8 Milliarden Euro. Weitere Objekte im Wert von 0,9 Milliarden Euro stehen im vierten Quartal 2013 zum Verkauf. Viele dieser Verkäufe betrafen Fonds, deren Abwicklungsfristen 2013 und 2014 auslaufen, und die Verkaufsaktivitäten haben sich zunehmend auf eine breitere Anzahl europäischer Märkte ausgeweitet.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds, Expo Real

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