15.04.2015 | Unternehmen

NRW-Bank fordert vollständige Rückzahlung von Hypo Alpe Adria

Auch die HRE-Nachfolgebank Deutsche Pfandbriefbank hatte juristische Schritte angekündigt
Bild: Michael Bamberger

Die NRW-Bank hat beim Frankfurter Landgericht Klage gegen den Zahlungsstopp der "Bad Bank" der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria eingereicht. Die Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen fordert die vollständige Rückzahlung der Anleihen in Höhe von 275,5 Millionen Euro. Das bestätigte eine Banksprecherin.

Die Regierung in Wien hatte Anfang März beschlossen, die "Bad Bank" der Hypo Alpe Adria namens Heta abzuwickeln und dabei sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen.

Den Gläubigern drohen damit hohe Verluste. Betroffen sind etliche Banken und Versicherer in Deutschland, darunter die Commerzbank, die Hypovereinsbank, die BayernLB, NordLB, der Rückversicherer Munich Re und die Düsseldorfer Hypothekenbank.

Die Münchner Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement, die sich um die Altlasten der verstaatlichten Hypo Real Estate kümmert, ist ebenfalls bei der Heta engagiert. Sie hatte nach Angaben eines Sprechers bereits vor einigen Wochen Klage beim Gericht in Frankfurt eingereicht. Auch die HRE-Nachfolgebank Deutsche Pfandbriefbank hatte juristische Schritte angekündigt.

Die Zahlen der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) für 2014 fielen schlechter aus als erhofft: der Gewinn vor Steuern lag bei 54 Millionen Euro statt 174 Millionen Euro. Grund sind Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber der österreichischen Abbaugesellschaft Heta in Höhe von 120 Millionen Euro.

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