Neues DGNB-Zertifikat für Nachhaltigkeit bei Kreditvergabe

Banken können ihr Bewertungssystem für die Finanzierung von nachhaltigen Bauvorhaben ab sofort von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen abgleichen lassen. Bei positiver Plausibilitätsprüfung wird der Titel "DGNB anerkanntes Nachhaltigkeitsrating" vergeben.

Der DGNB zufolge nimmt die Bau- und Immobilienwirtschaft bei der Umsetzung der globalen Klimaschutzziele eine zentrale Rolle ein. Private Bauherren, die gezielt und in großem Umfang in den Neubau und die Sanierung nachhaltiger Gebäude investieren, benötigen entsprechende Kreditmittel.

Mehr Transparenz für den Kreditnehmer

Banken, die nachhaltiges Bauen fördern, greifen bei der Entscheidung über die Kreditvergabe bislang auf eigene Systematiken zur Bewertung der Bauvorhaben zurück. Diese Bewertungen sind inhaltlich häufig losgelöst von den Anforderungen des DGNB-Systems zur Gebäudezertifizierung.

"Die Faktoren, die dazu führen, ob es bessere Konditionen zur Finanzierung eines nachhaltigen Bauvorhabens gibt, sollten für Bauherren möglichst transparent und nachvollziehbar sein." Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB.

Daher sollten sich Kreditinstitute an praxiserprobten Standards orientieren und diese als alternativen Nachweis anerkennen, meint Christine Lemaitre. Hier soll das Verfahren zur Anerkennung von Nachhaltigkeitsratings ansetzen. Der Kreditnehmer soll so sehen, dass wenn er sich an den Vorgaben der DGNB orientiert, er letztlich einen positiven Kreditbescheid erhält.

DGNB-Zertifikat nicht obligatorisch

"Mit der Anerkennung sprechen wir keine direkte Empfehlung für ein Kreditinstitut aus", erklärt Lemaitre. Es sei vielmehr die unabhängige Verifizierung, dass bei dem individuellen Ratingverfahren mit vergleichbaren Maßstäben dieselben Themen wie bei der DGNB-Zertifizierung angesetzt werden.

Das erste Nachhaltigkeitsrating, das die Prüfung der DGNB erfolgreich durchlaufen hat, kommt von der UmweltBank AG.


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