07.01.2013 | Finanzkrise

Neue Hypothekenklage gegen JP Morgan

Die Finanzkrise holt die Wall Street wieder ein
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die US-Behörde NCUA klagt erneut gegen das größte amerikanische Geldhaus JP Morgan Chase: Es geht um fragwürdige Hypothekendeals. JP Morgan soll falsche Angaben beim Verkauf von Hypothekenpapieren im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar (1,7 Mrd. Euro) gemacht haben.

Die Hypothekengeschäfte sollen drei Genossenschaftsbanken in den Abgrund gerissen haben, erklärte die National Credit Union Administration (NCUA). Bei der jetzt eingereichten Klage geht es um Finanzprodukte, die ursprünglich die US-Sparkasse Washington Mutual verkauft hatte.

JP Morgan hatte den zusammengebrochenen Rivalen in den Wirren der Finanzkrise 2008 geschluckt und ist der Rechtsnachfolger. Den verursachten Schaden zu reparieren, sei "extrem teuer gewesen", erklärte NCUA-Chefin Debbie Matz. Es sei nur richtig, dass jene Leute, die den Schaden verursacht hätten, sich auch an der Beseitigung beteiligten.

Bei den fraglichen Hypothekenpapieren handelt es sich um sogenannte Mortgage Backed Securities. Diesen liegen Hauskredite zugrunde. Der Regulierer NCUA hatte JP Morgan bereits im Sommer 2011 wegen derartiger Hypotheken-Deals verklagt. Klagen laufen auch gegen Barclays, Credit Suisse, die Royal Bank of Scotland, die UBS sowie die zwischenzeitlich von Wells Fargo übernommene US-Bank Wachovia.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkredit, Immobilienfinanzierung, Hypothek, Klage

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