05.03.2012 | Investoren

Neubauvolumen von Wohnimmobilien nimmt europaweit ab

Die weltweite wirtschaftliche Abschwächung wirkt sich negativ auf das Neubauvolumen von Wohnimmobilien in Europa aus. Die Schweiz ist das einzige Land, in dem laut RICS seit dem Jahr 2007 eine Zunahme der Neubaugenehmigungen verzeichnet wird.

Im vergangenen Jahr blieben die Preise für Wohnimmobilien in Europa stabil oder gaben nur leicht nach. Die stärksten Veränderungen registrierte die RICS - Royal Institution of Chartered Surveyors in der Schweiz, Norwegen, Island und Frankreich. In diesen Ländern stiegen die Preise um mehr als fünf Prozent.

In Irland, Spanien und Zypern aben die Preise für Wohnimmobilien aufgrund eines Angebotsüberhangs und der ökonomischen Situation in diesen Ländern am stärksten nach. In Frankreich trugen staatliche Unterstützungsmaßnahmen zu einer Belebung des Marktes und zu einem Stopp beim Rückgang des Neubauvolumens bei Wohnimmobilien bei. Zum Ende 2011 wurde allerdings eine Verlangsamung des Preisanstiegs und des Neubauvolumens verzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt liefen die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen aus, um dem staatlichen Haushaltsdefizit zu begegnen.

Dänemark und Schweden mit moderaten Preisrückgängen

In den nordischen Ländern – mit der Ausnahme von Norwegen und Island – endete im Jahr 2011 der Preisanstieg. Dänemark und Schweden verzeichneten moderate Preisrückgänge.

In Deutschland stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Jahr 2011 um durchschnittlich 4,5 Prozent. Im Vorjahr wurde ein Preisanstieg von 3,6 Prozent verzeichnet. Der deutsche Wohnimmobilienmarkt ist jedoch nicht immun gegen die Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Situation: Das Wirtschaftswachstum ging zum Jahresende 2011 auch in Deutschland zurück. Dies führte zu einem geringeren Preisanstieg und einer Reduzierung der Neubautätigkeit.

Stärkste Neubaurückgänge in Spanien und Irland

Die Untersuchung zeigt einen starken Rückgang der Neubautätigkeit in Europa in den vergangenen fünf Jahren. Dies gilt auch für Länder, die über keinen Angebotsüberhang verfügen. Spanien und Irland haben mit einer Verminderung um 89 beziehungsweise 86 Prozent die stärksten Rückgänge registriert. Die Schweiz ist das einzige Land, in dem seit dem Jahr 2007 eine Zunahme der Neubaugenehmigungen verzeichnet wurde.

Die Staatsfinanzkrise und das geringe Wirtschaftswachstum haben auch zu einer deutlichen Zurückhaltung bei den finanzierenden Banken geführt. Dies hat sich insbesondere zum Ende des vergangenen Jahres deutlich bemerkbar gemacht.

Aktuell

Meistgelesen