03.02.2012 | Investoren

Nervosität an französischen Immobilienmärkten steigt

Das schwache ökonomische Umfeld hat sich im 4. Quartal 2011 negativ auf einige europäische Immobilienmärkte ausgewirkt. Während sich Deutschland, Polen und Russland gut entwickeln, steigt die Nervosität in Frankreich und den Niederlanden, wie ein report der RICS zeigt.

Schwache wirtschaftliche Aussichten belasten die gewerblichen Immobilienmärkte in Europa. Das zeigt die Studie "Global Commercial Property Survey" für das 4. Quartal 2011 von RICS – Royal Institution of Chartered Surveyors. In mehr als der Hälfte der untersuchten Länder wurde eine sinkende Flächennachfrage, ein steigendes Angebot und eine rückläufige Investmentaktivität festgestellt.

Deutschland bleibt weiterhin robust. Die Umfrageteilnehmer konstatieren eine positive Flächennachfrage und gehen weiterhin von steigenden Mieten und einer Zunahme der Investmentaktivität aus. Die Ergebnisse und Erwartungen für die Immobilienmärkte in Polen und Russland sind ähnlich. Obwohl sich die Mietpreiserwartungen abzuschwächen scheinen, sehen beide Länder steigende Kapitalwerte und Investmentaktivitäten voraus.

Frankreich mit enttäuschendsten Resultaten

Im Rest Europas sieht sich eine zunehmende Anzahl von Ländern aufgrund der andauernden Staatsfinanzenkrise Schwierigkeiten ausgesetzt. Unter diesen liefert Frankreich die enttäuschendsten Resultate. Zu den Symptomen gehören ein steigendes Angebot, eine sinkende Flächennachfrage und pessimistische Indikatoren für das kommende Quartal. So sanken die Werte für Investmentanfragen und Erwartungen zu Kapitalwerten. Für die Niederlande und Italien zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

Gleichzeitig machen die schwächsten Märkte in Europa keine Fortschritte. Allerdings sinken die entscheidenden Indikatoren für Griechenland, Portugal, Irland und Spanien in geringerem Ausmaß als zu Beginn des Jahres 2011. Auf weltweiter Ebene sind die Indikatoren für China, entgegen allgemeiner Befürchtungen, dennoch Großteils optimistisch. Das Land bleibt damit neben Kanada, Brasilien und Russland eines der stärksten Performer.

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