29.09.2014 | Unternehmen

Münchner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ex-HRE-Chef

Die HRE-Manager müssen sich weiter vor Gericht verantworten
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen Georg Funke, den ehemaligen Vorstandschef der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), und sieben weitere Ex-Vorstände Anklage erhoben. Den Managern soll wegen unrichtiger Darstellung in der Konzernbilanz 2007 und der Halbjahresbilanz Mitte 2008 der Prozess gemacht werden.

Gerüchte über die Anklage hatte es bereits im Vorfeld gegeben. Einem ehemaligen HRE-Finanzvorstand wird außerdem Marktmanipulation bei einer Investorenkonferenz vorgeworfen. Dagegen stellte sie die Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue beim Erwerb der irischen Depfa-Bank sowie falscher Ad-hoc-Mitteilungen im Januar und September 2008 ein.

Funke war im Oktober 2008 als Vorstandschef zurückgetreten, nachdem die HRE fast zusammengebrochen war und mit Steuergeldern in Milliardenhöhe gerettet werden musste. Die Bank wurde dann vom Bund verstaatlicht. Nach seinem Abgang bei der HRE war Funke von München nach Mallorca gezogen. Dort handelte er als Makler mit Luxusimmobilien und wehrte sich aus der Ferne gegen den Vorwurf, für das HRE-Drama verantwortlich gewesen zu sein. Im Zivilprozess um Schadenersatzforderungen ehemaliger Aktionäre sagte er nicht aus.

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