30.11.2011 | Investoren

Münchner 1A-Lagen teuer und weltweit nachgefragt

Münchner 1A-Lagen etablieren sich laut Comfort weiter im Kreis der weltweit teuersten und nachgefragtesten Einzelhandelsstandorte: Im Bundesvergleich weist die Innenstadt mit zirka 6.300 Euro pro Quadratmeter die höchste Flächenproduktivität auf.

Die Stadt München weist die höchste Kaufkraft im Vergleich aller deutschen Großstädte auf. Gepusht wird dies durch den hohen Umsatz der Touristen, Tagesausflügler und Geschäftsreisenden. Eine extrem hohe Passantenfrequenz weisen Neuhauser Straße, Kaufingerstraße und Marienplatz auf. Neue Mieter sind etwa Jack & Jones, Vero Moda, Douglas, Forever 21, Mango, SportScheck und Deichmann.

Der Inbegriff der Luxusmeile bleibt die Maximilianstraße mit stärkerem Image als die Perusastraße, die dafür mit höherer Passantenfrequenz aufwarten kann. Vor allem Flagships internationaler Luxuslabels siedeln sich hier an: Zegna, Filippa K, Moncler, Yves Saint Laurent, Cassida Relocation oder Bottega Veneto. Theatinerstraße, Weinstraße und Rosenstraße zählen zu den drittteuersten Einkaufslagen Münchens. Wertige Anbieter mit Blick auf das gehobene Klientel bevorzugen nach wie vor die Theatiner- und Weinstraße: Etwa Mango, Pandora, Airfield oder Nespresso.

Leopoldstraße und Hohenzollernstraße sind die einzigen 1A-Lagen außerhalb der City. Die Hohenzollernstraße ist bei Filialisten sehr begehrt. Das Angebot ist tendenziell auf ein junges, studentisches, ausgehfreudiges, aber dennoch kaufkräftiges Klientel ausgerichtet.

Entwicklung und Perspektive

Die klassischen 1A-Lagen in München sind von Mietern, Investoren, Projektentwicklern und Maklern heiß begehrt. Mittlerweile haben sich die exponiertesten 1A-Lagen in München nachhaltig im Kreis der weltweit teuersten und nachgefragtesten Einzelhandelsstandorte etabliert und bewegen sich auf dieser Rangliste etwa zwischen den Positionen 10 und 15. Der innerstädtische Münchner Einzelhandel zeichnet durch Stabilität und Sicherheit aus. Dafür stehen insbesondere die lokalen, zum Teil immer noch inhabergeführten Leuchttürme großformatiger Textilanbieter. Etwa Luwig Beck, Hirmer, Konen und Lodenfrey. Sie alle haben in den vergangenen Jahren in ihre Häuser investiert, getrieben auch vom verstärkten filialisierten und internationalen Wettbewerb.

Die anhaltend hohe Nachfrage nationaler und internationaler Filialisten nach geeigneten Flächen in den 1A-Lagen sorgt in München für einen umkämpften Investmentmarkt mit viel Dynamik. So sicherte sich beispielsweise ein Joint Venture, bestehend aus der österreichischen Signa und dem Düsseldorfer Projektentwickler Centrum, zwei an Karstadt vermietete Häuser (Oberpollinger und Karstadt Sports).

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