Das Neugeschäft der Münchener Hypothekenbank eG in der Wohn- und Gewerbeimmobilienfinanzierung hat sich im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro reduziert. Davon entfielen auf die private Wohnimmobilienfinanzierung 1,4 Milliarden Euro und auf das gewerbliche Immobilienfinanzierungsgeschäft 0,8 Milliarden Euro.

„Neben dem gestiegenen Druck auf Margen und Beleihungsausläufe verknappte sich auch das Angebot an Objekten im Privat- wie im Gewerbekundengeschäft und entsprach nicht der weiterhin großen Nachfrage“, erklärte Dr. Louis Hagen, Vorstandsvorsitzender der MünchenerHyp, das negative Ergebnis. Für das Gesamtjahr strebt die MünchenerHyp dennoch einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau an. 2017 hatte die Bank 5,1 Milliarden Euro mit dem Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung erzielt. Das war ein neues Rekordergebnis.

Erträge weiter ausgebaut

Die Erträge hat die Münchener Hypothekenbank im ersten Halbjahr weiter ausgebaut. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um elf Prozent auf 138,1 Millionen Euro. Der Zins- und Provisionsüberschuss verbesserte sich um 19 Prozent auf 102,8 Millionen Euro, nachdem sich die Provisionsaufwendungen leicht rückläufig entwickelten.

Die Refinanzierung, insbesondere über den Pfandbrief, sei weiter zu sehr guten Bedingungen erfolgt. Im ersten Halbjahr lag der Schwerpunkt der Emissionen der Bank auf Privatplatzierungen. Die erste Emission eines Hypothekenpfandbriefs im Benchmark-Format erfolgte Anfang Juli 2018. Dieser hatte ein Volumen von 500 Millionen Euro, eine Laufzeit von neun Jahren und vier Monaten und einen Kupon von 0,625 Prozent.

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