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Münchener Büromarkt mit zweithöchstem Ergebnis aller Zeiten

Der Münchener Büromarkt überbot im Jahr 2011 mit einem Flächenumsatz von 883.000 Quadratmetern das Ergebnis 2010 um 47 Prozent und erzielte das zweitbeste Resultat aller Zeiten, wie BNP Paribas Real Estate mitteilt.

Lediglich im Jahr 2000 wurden im Zuge des New-Economy-Booms noch mehr Flächen umgesetzt. Das ergibt der Office Market Report 2012, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Mitte Februar veröffentlichen wird.

"Mit diesem Ergebnis setzt sich München erneut mit großem Abstand an die Spitze aller deutschen Bürostandorte“, sagt Stefan Bauer, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Münchener Niederlassungsleiter. Das liege auch am hohen Anteil von Großabschlüssen über 10.000 Quadratmeter, auf die ein Viertel des Gesamtumsatzes entfallen. Knapp ein Drittel der Flächen wurde im vierten Quartal umgesetzt.

Leerstand moderner Flächen nahezu halbiert

Stärkste Branchengruppe waren die Verwaltungseinheiten von Industrieunternehmen (25 %): So schlossen etwa Osram, BMW, MAN, Linde oder Bosch jeweils einen oder mehrere Großverträge über 10.000 Quadratmeter ab. Auf den Plätzen folgen Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologien (knapp 15 %), Beratungsgesellschaften und sonstige Dienstleistungen (jeweils rund 12 %). Auf diese vier Branchengruppen entfallen bereits knapp zwei Drittel des Gesamtergebnisses.

Die dynamische Nachfrage spiegelt sich in der Leerstandsentwicklung wider (minus gut 17 % auf aktuell 1,5 Mio. m²). Noch wichtiger ist der Abbau der modernen Leerstandsflächen, die sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert haben (minus 45,5 % auf nur noch 406.000 m²) und nur noch einen Anteil von 27 Prozent am Gesamtleerstand ausmachen.

Seit Ende 2010 hat sich in München die Spitzenmiete von 30 auf 33 Euro pro Quadratmeter erhöht (plus 10 %) – eine Entwicklung, die an keinem anderen deutschen Standort beobachtet werden konnte. Auch die Durchschnittsmieten mehrerer Lagen haben sich aufwärts bewegt. Ein wesentlicher Grund für diese steigenden Mietpreisniveaus ist die starke Konzentration der Nutzer auf hochwertige Flächen, verstärkt durch den gleichzeitigen Rückgang im Marktsegment der modern ausgestatteten Angebotsflächen.

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