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MPC muss mit Klagewelle rechnen

Mehrere Anleger haben inzwischen Klage gegen MPC eingereicht
Bild: Haufe Online Redaktion

Dem Hamburger Emissionshaus MPC droht eine Klagewelle. Das Unternehmen muss einem Privatanleger 200.000 Euro zuzüglich Zinsen zurückzahlen, wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" in der Oktober-Ausgabe berichtet. Weitere Anleger haben Klage gegen das Emissionshaus eingereicht.

Der Privatanleger hatte vor dem Hamburger Landgericht auf Schadenersatz geklagt und Prospekthaftung geltend gemacht. In den kommenden Tagen dürfte das Urteil rechtskräftig werden. Das Oberlandesgericht Hamburg wird nach Informationen von "Capital" wegen "mangelnder Aussicht auf Erfolg" die Berufung seitens MPC ablehnen.

Der Anleger hatte im Jahr 2007 in den MPC Sachwert Rendite-Fonds Indien investiert. Der geschlossene Immobilienfonds versprach eine 150-prozentige Rendite nach vier Jahren. Mit dem eingesammelten Geld sollten in drei indischen Regionen insgesamt 3.400 gehobene Appartements errichtet und verkauft werden. Doch bis heute ist noch keine Wohnung fertiggestellt.

MPC hatte für das Projekt einen indischen Partner gewonnen, der sich jedoch nicht an Absprachen hielt, Investitionsgelder schuldig blieb und die Bauarbeiten lähmte.

MPC bemüht sich nun um Schadensbegrenzung, hat einen Makler beauftragt, der binnen der nächsten fünf Monate einen Käufer für die Grundstücke finden soll. Doch ein Großteil der investierten Summe dürfte bereits verloren sein.

Bei dem börsennotierten Emissionshaus Münchmeyer Petersen Capital, kurz MPC, haben laut Eigenauskunft 180.000 Privatkunden und institutionelle Anleger bis heute knapp acht Milliarden Euro angelegt. Im Jahr 2007 notierte die Aktie der Hamburger bei 760,90 Euro. Heute schwankt der Kurs zwischen einem und zwei Euro.

Schlagworte zum Thema:  Gericht, Klage, Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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