10.02.2012 | Investoren

Mietniveaus am Gewerbeimmobilienmarkt sinken moderat

Die Auswirkungen der Eurokrise auf die gewerblichen Immobilienmärkte zeigt sich in Vermietungen und auf dem Kapitalmarkt: Laut Ellwanger & Geiger werden der Druck auf die Bewertungsrenditen wachsen und die Mietniveaus sinken.

Das Krisenjahr 2008 hat die Immobilienbranche nachhaltig beeinflusst: Die europäischen Unternehmen haben ihre Entwicklungsaktivitäten zügig und drastisch reduziert. „Die Zeitspanne zwischen damals und der sich jetzt abzeichnenden konjunkturellen Eintrübung war zu kurz, so dass keine Projekte im großen Stil begonnen wurden“, sagt Patrick Nass von Ellwanger & Geiger Privatbankiers.

Das Flächenangebot aus Neuentwicklungen oder Sanierungen wird gering bleiben. Auch die Mietniveaus sind im Vergleich zu früheren Zyklen nur moderat gestiegen und bewegen sich klar unter dem Niveau von 2008.

Direktanlagen in Immobilien bleiben bei institutionellen Investoren weiter gefragt. Darüber hinaus ist insbesondere für Versicherer der Kauf von immobilienbesicherten Anleihen von Interesse. Nass geht davon aus, dass auf Investorenseite die Nachfrage nach guten Objekten anhält. Aufgrund steigender Risikoprämien sei ein vorübergehender moderater Anstieg der Renditen wahrscheinlich.

Sinkende Mieten und steigende Bewertungsrenditen werden zwar zu fallenden Immobilienwerten führen, doch die Effekte sollten im Vergleich zu früheren Marktzyklen geringer ausfallen. „Insgesamt dürfte der Sektor von seiner relativen Attraktivität gegenüber anderen Assetklassen profitieren“, lautet die Prognose des Experten von Ellwanger & Geiger, „doch wird die Qualität der einzelnen Immobilie der zentrale Aspekt sein.“

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