| Grundinvest Report

Privatanleger bevorzugen Wohnungen bis 80 Quadratmeter

Häuser anstatt Wohnungen schätzen vor allem die Hamburger (73%)
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Privatanleger erwarten von Wohnungen bis 80 Quadratmeter Wohnfläche die beste Performance. Dies zeigt die aktuelle Studie der Euro Grundinvest. Dabei werden deutliche Unterschiede zwischen den fünf größten deutschen Städten ausgemacht.

"Es gibt interessante regionale Unterschiede", sagt Martin Greppmair, Chefprojektentwickler von Euro Grundinvest, "während die Hamburger Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften deutlich mehr zutrauen, sehen Münchner bei kleinen Appartementwohnungen die besten Investitionschancen".

Der Münchner Bauträger hat für den Grundinvest Report deutschlandweit 1.000 Privatanleger befragt. Für die fünf größten deutschen Städte liegen regional auswertbare Daten vor. Im bundesdeutschen Durchschnitt wie auch regional halten Privatanleger Wohnungen mit einer Größe bis zu 80 Quadratmeter für die beste Investition in diesem Jahr. 66 Prozent aller Befragten präferieren diesen Wohnungstyp noch vor dem Einfamilien- und Reihenhaus oder der Doppelhaushälfte sowie den Appartementwohnungen und Studentenappartements (jeweils 62%).

Besonders gefragt sind die mittelgroßen Wohnungen in München. 77 Prozent der Münchner Anleger beurteilen diesen Wohnungstyp als besonders lohnenswerte Investition.

Berliner mögen es luxuriöser als Münchner

Luxuswohnungen werden insgesamt mit Blick auf die Rendite als weniger aussichtsreich bewertet als alle anderen Wohnungstypen. Lediglich 36 Prozent sind der Meinung, dass eine Luxuswohnung die beste Investition wäre. Interessant ist wiederum der regionale Vergleich. "In München (34%) und Hamburg (33%) wird dem Premiumsegment weniger Potenzial zugetraut", so Greppmair. In Berlin hingegen rechneten immerhin 42 Prozent mit einer guten Rendite in der Wohnungsoberklasse.

In München richten die Investoren laut Grundinvest Report ihr Augenmerk 2013 auf einen ganz anderen Wohnungstyp. Drei Viertel (76%) versprechen sich von Appartementwohnungen eine gute Performance. "Im restlichen Bundesgebiet schneiden diese kleinsten Wohnungstypen, die insbesondere für Pendler und Studenten ideal sind, deutlich schlechter ab", sagt Greppmair. In Hamburg beispielsweise sind es 18 Prozent weniger, die die Renditeaussichten der Appartements mit gut bis sehr gut bewerten.

Umgekehrt verhält es sich mit den Häusern. Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften schätzen vor allem die Hamburger (73%). Münchner (54%) und Frankfurter (49%) sehen das anders. Das hohe Interesse an kleineren Immobilien sieht Greppmair auch im Investitionsverhalten: "Gerade bei Appartements können viele Investoren trotz gestiegener Immobilienpreise noch einen Großteil der Investitionssumme aus Eigenmitteln aufbringen. Dieser Investmenttyp erfüllt damit die Maßgabe, vorhandene Liquidität direkt in Sachwerte umzuschichten."

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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