14.03.2012 | Investoren

Logistikdienstleister fragen Hamburger Flächen am stärksten nach

In Hamburg und Umland wurden 2011 rund 745.00 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche umgesetzt. An diesem Rekordergebnis waren laut Bericht von BNP Paribas Real Estate Logistikdienstleister am aktivsten beteiligt.

Das Ergebnis übetraf das Vorjahresergebnis noch einmal um 21 Prozent. Auch der langjährige Durchschnitt (417.000 m²) wurde deutlich um rund 79 Prozent übertroffen, wie der Logistikmarktreport 2012 von BNP Paribas Real Estate zeigt.

Bei der Branchenverteilung liegen die Logistikdienstleister auf dem ersten Platz (56 %) und bauen ihre Führung mit plus neun Prozentpunkten aus. Handelsunternehmen landen auf dem zweiten Rang (rund 19 %, 2010: 32 %). Im Gegensatz dazu war der Handel bundesweit sehr aktiv und für einige der größten Logistikabschlüsse verantwortlich. Die produktionsorientierten Unternehmen verdoppelten ihr Vorjahresresultat auf knapp 14 Prozent.

Moderne Logistikflächen werden mit Abstand am stärksten nachgefragt (Umsatzanteil: 47 %). Der hohe Anteil von einfach ausgestatteten Hallen (etwa 23 %) liegt insbesondere an der großen Nachfrage im kleinteiligen Segment. Ältere, unsanierte Lagerflächen konnten dagegen nur in wenigen Ausnahmefällen vermarktet werden.

Nachfrageüberhang in zentralen Lagen

Das Flächenangebot hat sich weiter reduziert. Insbesondere in begehrten Lagen wie Billbrook, Allermöhe oder im Westen Hamburgs ist sie wesentlich höher als das Angebot. Außerdem gibt es nur noch wenige größere Grundstücksflächen im Bereich des Stadtgebiets, auf denen neue, moderne Logistikanlagen entwickelt werden könnten. Gerade im großflächigen Segment sind Nutzer daher häufig gezwungen, in periphere Lagen auszuweichen.

Die Spitzenmiete zog im ersten Quartal 2011 leicht an (plus 2 % auf 5,60 €/m²) und stabilisierte sich auf diesem Niveau. Sie liegt damit unter den teuersten deutschen Standorten Frankfurt und München (6,20 €/m²). Die Hamburger Höchstmiete wird in Top-Lagen wie Allermöhe oder Hausbruch sowie für moderne Neubauflächen im Erstbezug erzielt.

Mit zunehmender Entfernung zum Stadtzentrum und zum Hafen stehen die Mietpreise in der Peripherie etwas unter Druck. In Umlandgemeinden wie Rade oder Winsen ist das Flächenangebot vergleichsweise groß, sodass Eigentümer und Entwickler ihre Mietpreisvorstellungen nicht immer durchsetzen können.

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