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LBS Bayern macht weniger Gewinn und baut Stellen ab

Altverträge werden konsequent gekündigt
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Die LBS Bayern gerät durch alte Zinsversprechen unter Druck und erwartet weniger Gewinn. Bisher wurden bereits 26.000 alte Bausparverträge gekündigt, weitere Kündigungen sollen folgen. Jetzt hat die Landesbausparkasse einen Stellenabbau und ein drastisches Sparprogramm angekündigt. Bis zum Jahr 2016 sollen 50 der derzeit 630 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Die Bausparkasse muss etlichen ihrer Kunden mit alten Verträgen noch vergleichsweise hohe Zinsen für ihr Guthaben zahlen, bekommt selbst aber nichts mehr für das Geld. Dadurch geht der Gewinn immer weiter zurück. Die bayerischen Sparkassen, denen die LBS seit zwei Jahren gehört, müssen den Wert der Landesbausparkasse um 240 Millionen Euro nach unten korrigieren.

Die Sachkosten will die LBS allein im kommenden Jahr um fünf Millionen Euro verringern - das sind rund zehn Prozent. Das Neugeschäft macht der LBS weiter Hoffnung: Denn um sich die aktuellen Darlehenszinsen für einen zukünftigen Immobilienkauf abzusichern, schließen immer noch viele Menschen einen neuen Bausparvertrag ab. Auch KfW-geförderte Modernisierungsmaßnahmen stiegen weiter. In diesem Jahr rechnet die LBS mit einem Neugeschäft auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von rund acht Milliarden Euro.

Die zehn Landesbausparkassen hatten 2013 weniger Bausparverträge abgeschlossen als im Rekordjahr 2012: Die Zahl der neuen Verträge sank von 1,4 Millionen auf 1,25 Millionen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bausparkasse

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