30.03.2012 | Investoren

KfW erleichtert Förderung erhaltenswerter Bausubstanz

Die KfW Bankengruppe führt zum 1.4.2012 im Rahmen des vom Bundesbauministerium (BMVBS) finanzierten Förderprogramms Energieeffizient Sanieren den Standard "KfW-Effizienzhaus Denkmal" ein, der auch besonders erhaltenswerte Bausubstanz einschließt.

Damit werden die Fördervoraussetzungen für die Sanierung von Denkmalen und besonders erhaltenswerter Bausubstanz erleichtert. Das betrifft vor allem die Sanierung der Gebäudehülle (Fassade), die bei Altbauten oft besonders aufwendig gestaltet und daher schwierig zu dämmen ist. Beim neuen Standard "KfW-Effizienzhaus Denkmal" wird vorrangig auf den Jahresprimärenergiebedarf und weniger auf die Wärmedurchlässigkeit der Gebäudeaußenhülle abgestellt.

"Um die Energieeinsparpotentiale zu heben, die im deutschen Gebäudebestand liegen, ist es notwendig, den Altbaubestand in seiner gesamten Breite mit der Förderung zu erreichen", sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. "Denkmale und Gebäude mit erhaltenswerter Bausubstanz machen bis zu ein Viertel des deutschen Wohnimmobilienbestandes aus - das verdeutlicht, dass es sich hier nicht um ein Nischenthema handelt."

Ob ein Gebäude zur erhaltenswerten Bausubstanz zählt, wird von der zuständigen Kommune bestätigt. Für Denkmale liegt den Eigentümern in der Regel eine Bescheinigung vor.

Voraussetzung für die KfW-Förderung ist die Bestätigung eines Sachverständigen über den Energiestandard des Gebäudes nach geplantem Umbau. Unter www.energie-effizienz-experten.de sind die entsprechenden Energieeffizienz-Experten für Baudenkmale zentral zu finden.

Im Programm Energieeffizient Sanieren können private Bauherren mit maximal zwei Wohneinheiten statt eines zinsverbilligten Kredits (effektiver Jahresszinssatz aktuell 1,00 bis 1,51 % zuzüglich Tilgungszuschuss bei Erreichen des KfW-Effizienzhausstandards) auch einen Investitionszuschuss von bis zu 20 Prozent der Investitionssumme (max. 15.000 EUR) erhalten.

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