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Karstadt-Eigner Berggruen interessiert sich für Schlecker

Nicolas Berggruen (li.) auf einer Konferenz in Kalifornien
Bild: Berggruen Holdings

Die Zukunft der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker könnte sich am heutigen Freitag (25. Mai) bei einem Treffen der drei größten Gläubiger entscheiden. Von ihnen hängt es ab, ob Schlecker zerschlagen wird. Medienberichten zufolge Karstadt-Retter Nicolas Berggruen interessiert.

Auch vier Monate nach dem Insolvenzantrag hat Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bislang keinen Geldgeber präsentiert. Die Gläubiger könnten nun auch die Zerschlagung beschließen. Wird Schlecker in seine Einzelteile zerlegt, würden noch vorhandene Filetstücke verkauft. Der Großteil der deutschen Filialen würde dann wohl geschlossen, erneut könnten tausende Schlecker-Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Die Sitzung des Gläubigerausschusses wird hinter verschlossenen Türen stattfinden, auch die Zeit wurde nicht bekanntgegeben. Geiwitz muss für eine Fortführung des Geschäfts die Gläubiger von seinem Zukunftskonzept überzeugen. Im Ausschuss sitzen die größten Gläubiger Schleckers. Dazu gehören die Kreditversicherung Euler Hermes, die Lieferantengruppe Markant Finanz AG und die Agentur für Arbeit in Ulm. Fällt eine Entscheidung, wird sie am 5. Juni bei der vom Amtsgericht Ulm festgelegten Gläubigerversammlung endgültig beschlossen.

Im Zuge der Insolvenz der Drogeriekette mit Sitz in Ehingen war Ende März bundesweit rund 10.000 Beschäftigten gekündigt worden. Ende Januar hatte das Unternehmen den Insolvenzantrag gestellt.

Schlagworte zum Thema:  Insolvenz, Einzelhandel

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