19.04.2012 | Kapitalerhöhung

GSW will sich frisches Geld besorgen

Eine Kapitalerhöhung soll rund 190 Millionen Euro in die Kassen spülen
Bild: Haufe Online Redaktion

GSW Immobilien will sich frisches Geld besorgen: Eine Kapitalerhöhung solle netto 190,3 Millionen Euro in die Kassen spülen, teilte das Berliner Unternehmen am späten Abend des 17.4.2012 mit.

Mit dem Erlös sollen künftige Zukäufe finanziert und die strategische sowie finanzielle Flexibilität optimiert werden. "Der Bezugspreis von 21,30 Euro bedeutet einen großen Abschlag auf den Schlusskurs", sagte ein Börsenhändler am 18. April.

Für Analyst Burkhard Sawazki von Kepler Research sind die GSW-Aktien weiterhin einen Kauf wert. Mit einem Abschlag von rund zehn Prozent auf den Pro-Forma-Nettovermögenswert seien die Titel im Vergleich zu den Papieren des ärgsten Wettbewerbers Deutsche Wohnen immer noch attraktiv bewertet. Mit GSW erhielten die Anleger einen Zugang zum Berliner Immobilienmarkt, der sich im Wohnungssektor strukturell besser entwickle als andere Wohnimmobilien-Märkte in Deutschland.

Analyst Ulrich Geis von der DZ Bank hielt nach der angekündigten Kapitalerhöhung an seinem "Halten"-Votum für die GSW-Papiere fest. Die Marktteilnehmer hätten bereits mit einem ähnlichen Schritt gerechnet, da die Mittel aus dem Börsengang im vergangenen Jahr bereits durch Zukäufe verbraucht und weitere Ziele am Markt verfügbar seien. Der faire Wert betrage weiterhin 25,50 Euro.

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