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JLL: Gedämpfter Jahresbeginn auf globalen Gewerbeimmobilienmärkten

Auf den starken Endspurt 2011 folgt ein gedämpfter Jahresbeginn 2012: Die weltweiten Investitionen in Gewerbeimmobilien lagen laut Jones Lang LaSalle (JLL) mit 75 Milliarden US-Dollar weit unter dem Vorjahreszeitraum (Q1 2011: 97 Mrd. USD).

Großvolumige Transaktionen, wie sie in den ersten drei Monaten 2011 zu beobachten waren, haben sich nicht wiederholt. Nicht zuletzt die eingeschränkte Verfügbarkeit von Kreditfinanzierungen erschwerte das Transaktionsgeschehen.

Obwohl der wirtschaftliche Background unsicher bleibt, zeigen eine an sich solide Nachfrage und gediegene Fundamentaldaten auf den Gewerbeimmobilienmärkten ein weiterhin beachtliches Interesse bei den Marktplayern. In den USA, Kanada und Mexiko führte das zu einem Jahresplus des Transaktionsvolumens von 16 Prozent beziehungsweise jeweils 50 Prozent. Insgesamt bewegt sich das Volumen dieser Region (Nord-, Mittel- und Südamerika) nur leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres.

„Für den asiatisch-pazifischen Raum rechnen wir vor dem Hintergrund der schrittweisen Lockerung der Wirtschaftspolitik mit einem Anziehen der Performance in den kommenden Monaten", so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle. „In Europa haben die Maßnahmen der politischen Entscheidungsträger dazu beigetragen, die Aktivitäten auf den Märkten zu unterstützen. Auch wenn Metropolen wie London und New York im Fokus der Investoren bleiben, dürften Sekundärmärkte zunehmende adäquate Gelegenheiten für sie bieten."

De Haast: "Höhere Ergebnisse erfordern mehr Fianzierungen"

David Green-Morgan, Leiter Global Capital Markets Research bei Jones Lang LaSalle ergänzt: „Gewerbeimmobilien ziehen zunehmend Kapital aus Aktien, Rohstoffen und anderen Asset-Klassen an." Diese Entwicklung werde anhalten, da die Attraktivität von Sachanlagen mit dem mittelfristigen Anstieg der globalen Inflation zunehme. Das könnte im Laufe des Jahres auch wieder großvolumige Investments möglich machen.

„Vorsichtiges Agieren, umfangreiche Risikoeinschätzung mit zeitintensiveren Verhandlungen in der Folge werden 2012 bestimmen. Aber angesichts der Menge an Kapital, die vorhanden ist, gehen wir derzeit für das Gesamtjahr von einem Transaktionsvolumen aus, das sich mit 400 Milliarden US-Dollar auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bewegen wird ", so de Haast. „Um höhere Ergebnisse zu erzielen, müssten weitaus mehr Finanzierungen bereitgestellt werden. Auch 2012 wird zweifellos ein Jahr, in dem die Politik weitere Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen finden muss."

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