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Finanzierungssituation am deutschen Immobilienmarkt bleibt entspannt

Bild: Haufe Online Redaktion

Der deutsche Markt für Immobilienfinanzierungen verzeichnet im zweiten Quartal 2014 erneut einen leichten Zuwachs. Das ist Ergebnis einer Analyse von JLL. Über alle Nutzungsarten hinweg wird ein positives Ergebnis mit 39,3 Punkten notiert. Das ist ein Plus von 5,1 Punkten im Vergleich zum ersten Quartal.

"Die optimistische Stimmung unter den Marktteilnehmern spiegelt die günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland wider", so Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany.

Gepaart mit der nochmaligen Lockerung der Geldpolitik durch die EZB bleibe das Umfeld für Immobilienfinanzierungen attraktiv, ergänzt Dr. Oliver Lerbs, Ökonom am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Mitherausgeber der Studie.

Auf dem Gewerbeimmobilienmarkt ist der deutsche Immobilienfinanzierungsindex zum Ende März auf 24,9 Punkte gestiegen. Das ist ein Plus von 1,9 Punkten.

Beim Wohnimmobilienmarkt sieht eine Minderheit (4,9 Prozent) eine Verschlechterung in den vergangenen sechs Monaten. Das ändert aber nichts an der insgesamt positiven Einschätzung auch für diese Assetklasse. Mit einem neuen Höchststand des Saldos (47,7 Punkte) warten die Büroimmobilien auf.

Margen werden kleiner

Im Zuge der gestiegenen Wettbewerbsintensität für Core-Finanzierungen sind die Margen spürbar kleiner geworden. Bei ihren Einschätzungen bezüglich markttypischer Margen und LTVs für gewerbliche Finanzierungen von Bestandsimmobilien in den Risikoklassen "Core" und "Value-Add" geht die Mehrheit der befragten Experten von einer spürbaren Reduktion der Margen in allen Segmenten aus.

Als markttypisch für Core-Finanzierungen bei Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien wird eine Marge zwischen 100-150 Basispunkten (bps) geschätzt, Wohnimmobilien kommen nach Einschätzungen der meisten Befragten auf 50-100 bps.

Die Margen für Finanzierungen im Bereich Value-Add sieht eine relative Mehrheit der Teilnehmer bei allen vier Segmenten derzeit bei 150-200 bps.

Markttypische LTVs bei Core-Finanzierungen im Büro- und Einzelhandelssegment haben sich nach Einschätzungen der meisten Befragten von 60 bis 65 Prozent (Stand Juni 2013) auf aktuell 65 bis 70 Prozent verschoben. Auch im Wohnimmobiliensegment ist tendenziell eine Verschiebung in Richtung höherer Fremdfinanzierungsanteile bei Core-Objekten zu beobachten. Bei den in der aktuellen DIFI-Umfrage erstmalig erhobenen LTVs im Value-Add-Bereich nennen die Experten erwartungsgemäß deutlich niedrigere Ausläufe.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfinanzierung

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