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IVG-Investmentreport: Gewinner erneut München, Schlusslicht Halle/Saale

Im IVG Büromarkt-Scoring liegt München erneut ganz vorne vor Hamburg und Frankfurt. Die Investitionsmöglichkeiten des Immobilienstandorts Deutschland werden insgesamt als hervorragend eingeschätzt.

Gut positioniert bleiben auch die beiden kleineren unter den großen sieben Bürometropolen Deutschlands, Stuttgart (Rang 4) und Köln (Rang 6), wobei Stuttgart als die dynamischere der beiden Städte knapp vorne liegt. Schlusslicht im diesjährigen Scoring bildet erneut Halle an der Saale.

Insgesamt schätzt die IVG die Voraussetzungen in Deutschland als hervorragend ein. Zwar würden sich die konjunkturellen Gegebenheiten für die Flächenmärkte erschweren, gleichwohl sehen die Analysten ein weiterhin hohes Maß an Attraktivität für Investoren. „Die Renditedifferenz zwischen Spitzenbüroimmobilien und zehnjährigen Bundesanleihen bewegt sich auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung, da die Zinsen in Deutschland im Zuge der Staatsschuldenkrise kräftig gefallen sind“, so Dr. Oliver Voß von IVG Research. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise im Euroraum habe in den letzten Monaten wieder zu einer erhöhten Risikoaversion der Investoren geführt. Neben der Knappheit an Core-Büroobjekten mag dies laut IVG auch der Grund dafür gewesen sein, warum die Büroinvestments in den sieben Topstandorten in 2011 gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 5,7 Milliarden EURO gesunken sind, während sie in den Regionalzentren signifikant zugenommen haben. „Wir erwarten deshalb auch für 2012 eine weitere Polarisierung zwischen den Top- und Regionalstandorten“, ergänzt Dr. Thomas Beyerle, Head of CS & Research der IVG.

Neben den sieben großen Topstandorten weisen laut IVG langfristig diejenigen Regionen die höchste Attraktivität für Büroimmobilieninvestments auf, die den Nachteil der beschränkten Marktgröße durch exzellente Wachstumsperspektiven und ein geringes Marktrisiko wettmachen können. Unter den Regionalzentren schneiden in dieser Hinsicht die Standorte Ingolstadt, Bonn und Wiesbaden besonders gut ab. Neben den guten Zukunftsperspektiven spiele auch die Transparenz der Immobilienmärkte eine wesentliche Rolle.

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