23.08.2011 | Investoren

Investorennachfrage für notleidende Immobilien wächst

Das Interesse von Investoren an notleidenden Immobilien hat im zweiten Quartal 2011 deutlich zugenommen. Dies geht aus dem aktuell veröffentlichten Global Distressed Property Monitor der RICS für das zweite Quartal 2011 hervor.

In mehr als der Hälfte der untersuchten Länder wird mit einer Zunahme von Notverkäufen bei gewerblichen Immobilien im dritten Quartal 2011 gerechnet.

Als notleidend wird eine Immobilie betrachtet, die unter Zwangsverwaltung steht oder vom Kreditgeber zum Verkauf angeboten wird. Dabei erzielen notleidende Immobilien in der Regel einen Verkaufspreis, der unter dem Marktwert liegt. Die meisten Notverkäufe erwartet die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) für Irland, Spanien und Italien. Marktteilnehmer gehen für Russland von einem weiter abnehmenden Angebot aus, wenngleich der Rückgang geringer als in den Vorquartalen ausfallen dürfte. Einhergehend mit einer Zunahme des Investoreninteresses wird sich laut RICS das Preisniveau für notleidende Immobilien in den kommenden Quartalen in Russland stabilisieren. Auch Deutschland entwickle sich weiter gut.

Hier wird für den Zeitraum von Juli bis September 2011 mit einer geringeren Zunahme des Angebots an notleidenden Immobilien als im zweiten Quartal gerechnet. Dabei wird die Nachfrage von spezialisierten Fonds das erwartete Angebot an notleidenden Immobilien im dritten Quartal voraussichtlich übersteigen. Die Untersuchung stellt eine weltweite Zunahme des Investoreninteresses an notleidenden Immobilien fest. In über 80 Prozent der in die Untersuchung einbezogenen Länder wurde im zweiten Quartal eine Zunahme des Interesses von Investoren an dieser Art von Immobilien registriert. Die stärkste Zunahme wurde in Ungarn verzeichnet. Auch Asien folgt diesem weltweiten Trend. Dennoch liegt - trotz des Anstiegs bei der Nachfrage - das Angebot in elf der 25 untersuchten Länder nach wie vor über der entsprechenden Nachfrage.

 

 

 

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