15.02.2012 | Investoren

Investitionen in Büro-Bestand werden wichtiger

Neue Bürogebäude sind rar in deutschen Immobilienhochburgen: 2011 sind die Fertigstellungen weiter gesunken. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Investments in Bestandsobjekte. Zu diesem Ergebnis kommt Jones Lang LaSalle.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den Big 7 nur 880.000 Quadratmeter Bürofläche errichtet. Das sind 25 Prozent weniger als im Jahr zuvor, minus 35 Prozent waren es gegenüber dem Jahr 2009. Im laufenden Jahr werden sich die Fertigstellungen auf vergleichbarem Niveau bewegen. Erst im Jahr 2013 könnte das Neubauvolumen dann wieder anziehen - auf knapp 1,2 Millionen Quadratmeter.

Hamburg ist die "Großbaustelle" Deutschlands. Hier befinden sich mit 420.000 Quadratmetern die meisten Flächen in Bau. Das gilt auch in der relativen Betrachtung zum Bestand: Mit einem Anteil von 2,9 Prozent liegt Hamburg vor Frankfurt (2,7%) und Düsseldorf (2,6%).

"Da sich die Nachfrage der Nutzer immer stärker auf qualitativ hochwertige Flächen fokussiert, sinkt das verfügbare Angebot dieser Büroflächen insbesondere in den innerstädtischen Lagen", so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.

Aber auch das Angebot an freien Grundstücken, die für eine Neubau-Projektentwicklung zur Verfügung stünden, sei limitiert. Dies führe dazu, dass Entwickler ihr Augenmerk verstärkt auf Bestandsobjekte richten und mehr in umfassende Renovierungen und Sanierungen investiert werde. "Ein umfassend saniertes Objekt wird wie ein Neubau im Markt platziert. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren verstärken wird", so Ferdinand Rock, Leiter Bürovermietung Jones Lang LaSalle Deutschland.

Von allen Flächen, die sich in den Big 7 derzeit im Bau befinden, beläuft sich der Anteil der Sanierungen auf 24 Prozent. Das ist eine signifikante Erhöhung im Vergleich zu den Vorjahren. Zwischen 2002 und 2006 lag der Anteil bei lediglich 13 Prozent, im Zeitraum 2007 bis 2011 bei 17 Prozent.

Aktuell

Meistgelesen