13.02.2012 | Investoren

Interesse an notleidenden Immobilien steigt weltweit

Neben dem Interesse der Investoren an notleidenden Immobilien ist auch das Angebot dieser Objekte weltweit gestiegen. Dies geht aus einer aktuellen RICS-Studie für das vierte Quartal 2011 hervor.

Im Global Distressed Property Monitor Q4/2011 von RICS – Royal Institution of Chartered Surveyors wurde außerdem deutlich: Für zwei Drittel der 25 untersuchten Länder wird zudem von einer Zunahme an Zwangsverkäufen gewerblicher Immobilien in den ersten drei Monaten dieses Jahres ausgegangen. Die stärkste Zunahme wird dabei für Europa erwartet.

Erneut sind die Länder, die im Zentrum der Eurokrise stehen, am stärksten betroffen. Irland, Portugal, Spanien und Italien erwarten die höchste Anzahl an Zwangsverkäufen. Wie auch schon in der Vergangenheit, macht sich das sehr volatile wirtschaftliche Umfeld und die Situation auf den Finanzmärkten auch auf stabileren Märkten bemerkbar. So wird auch für Deutschland und Frankreich mit einer Zunahme an Verkäufen notleidender Immobilien gerechnet.

Stärkste Zunahme der Investorennachfrage in Skandinavien

Die Untersuchung zeigt ein weltweit stark steigendes Interesse von Investoren an notleidenden Immobilien. In mehr als 80 Prozent der untersuchten Länder wurde zwischen Oktober und Dezember ein steigendes Interesse von Spezialfonds an dieser Art von Immobilien festgestellt. Die stärkste Zunahme der Investorennachfrage wurde dabei in Skandinavien registriert, gefolgt von Italien, Frankreich und Japan. Ein Rückgang des Investoreninteresses wurde in China, Singapur und der Tschechischen Republik festgestellt.

Obwohl für eine zunehmende Anzahl von Ländern ein Rückgang des Angebots erwartet wird – die Anzahl der Länder stieg von fünf im dritten Quartal 2011 auf sieben – erwartet die Mehrheit der Befragten in Europa weiterhin ein die Nachfrage übersteigendes Angebot an notleidenden Immobilien. Irland und Südeuropa (Italien, Spanien und Portugal) führen dabei das Ranking an, dicht gefolgt von Frankreich und Ungarn.

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