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Industrie-Investmentmarkt Europa auf Vierjahres-Hoch

Europäische Investments in Industrie-Immobilien beliefen sich im Vorjahr auf 9,9 Milliarden Euro. In der Statistik rangiert 2011 damit hinter den Boomjahren 2006 und 2007 als Top 3. Zu diesem Ergebnis kommt Jones Lang LaSalle.

Im Jahresvergleich enstpricht das Ergebnis einem Plus von 18 Prozent. Dazu beigetragen hat in den vergangenen drei Monaten 2011 ein Volumen von etwas mehr als drei Milliarden Euro, das höchste Quartalsergebnis seit Ende 2007.

"Die Zahlen zeigen, dass Industrie-Immobilien europaweit trotz konjunkturellem Gegenwind ein beträchtliches Interesse auf sich ziehen", so Penny Hacking, Leiterin European Industrial Capital Markets bei Jones Lang LaSalle. Und weiter: "Dabei beobachten wir eine steigende Nachfrage durch eine zunehmende Vielfalt an Investoren, insbesondere globale Player, die größere Portfolio-Transaktionen in Europa suchen."

Deutschland unter den gesuchtesten Märkten

60 Prozent des Gesamtolumens entfielen auf drei Märkte: Großbritannien (40 %, 4 Mrd. Euro), Deutschland (12 %, 1,2 Mrd. Euro) und Frankreich (9 %, 900 Mio. Euro) blieben die gesuchtesten Märkte. Vom starken Wettbewerb um das begrenzte Angebot an Core-Assets auf diesen drei Märkten profitierten auch die benachbarten Benelux-Länder. Dort stieg das Volumen für das Jahr 2011 um 126 Prozent auf 820 Millionen Euro.

Stärkstes Wachstum in Mittel- und Osteuropa

Das stärkste Wachstum wurde in den mittel- und osteuropäischen Core-Märkten Tschechische Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei verzeichnet. Dort legte das Transaktionsvolumen um 156 Prozent auf 630 Millionen Euro zu. Damit erreichte das in dieser Region investierte Kapital mit einem Anteil von sechs Prozent am gesamteuropäischen Industrie-Immobilien-Volumen seinen bislang höchsten Anteil.

Gepusht wurde das Volumen durch zwei große Portfolio-Transaktionen in der Tschechischen Republik, die mehr als die Hälfte des mittel- und osteuropäischen Gesamtvolumens ausmachten. Ein Rückgang von knapp 50 Prozent im Jahresvergleich auf 260 Millionen Euro musste demgegenüber für Russland notiert werden.

Grenzüberschreitende Transaktionen dominieren

In 2011 dominierten grenzüberschreitende Transaktionen auf dem Markt für Industrie-Immobilien das Geschehen. Insgesamt kamen sie auf ein Volumen von 6,5 Milliarden Euro und einen Anteil von 65 Prozent am europäischen Gesamtvolumen. Gegenüber 2010 legten solche Kapitaltransfers damit deutlich zu (+34 %).

Globale Kapitalsammelstellen waren für 38 Prozent des europäischen Gesamtvolumens verantwortlich, im Vergleich zu 13 Prozent in 2010 und dem bislang höchsten Anteil von 30 Prozent in 2005. Mehr als die Hälfte dieses Kapitals (1,7 Mrd. Euro) wurde 2011 in Großbritannien angelegt, in Deutschland waren es 575 Millionen Euro.

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