05.08.2013 | Unternehmen

Immofinanz: Trotz halbiertem Konzernergebnis Zukäufe geplant

Verzögerungen beim Projekt Goodzone in Moskau belasten das Ergebnis der Immofinanz Group.
Bild: goodzone.ru

Laut einem "Reuters"-Bericht plant die Immofinanz Group Wohnungszukäufe in Deutschland. So sei der Kauf von rund 900 Wohneinheiten in Lüneburg und Syke beabsichtigt. Gleichzeitig gab das Unternehmen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2012/2013 bekannt. Danach belief sich das operative Ergebnis auf 542,1 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 15,3 Prozent. Der Nettogewinn sank jedoch um 59,1 Prozent auf 110,8 Millionen Euro.

Die österreichische Immofinanz will offenbar ein größeren Wohnungspaket in Deutschland kaufen. Geplant ist laut Kartellamt (Auflistung der laufenden Verfahren) der Erwerb je einer Mehrheitsbeteiligung an der TGE Lüneburg und Syke. TGE gehört zum Firmenimperium des israelischen Milliardärs Yitzhak Tshuva. Das Portfolio an den beiden Standorten umfasst laut einem "Reuters"-Bericht knapp 900 Wohnungen.

Verluste durch das Projekt Goodzone in Russland

Das Ergebnis aus Immobilienverkäufen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 108,3 Prozent auf 110,8 Millionen Euro. Das Ergebnis aus der Immobilienentwicklung betrug minus 18,4 Millionen Euro (Vorjahr: EUR 30,1 Mio.), was vor allem auf die Verzögerung beim Projekt Goodzone in Russland zurückzuführen ist. Die Mieterlöse wurden gegenüber dem Vorjahr um 70,2 Millionen Euro beziehungsweise zwölf Prozent deutlich gesteigert. Die Umsatzerlöse verzeichneten im zurückliegenden Jahr ein Plus von 11,2 Prozent und liegen bei 869,2 Millionen Euro. Das Ergebnis aus Asset Management ist um 15,1 Prozent auf EUR 513,0 Millionen Euro gestiegen. Das Konzernergebnis beträgt Ende April 2013 110,8 Millionen Euro (Vorjahr: 271,2 Millionen Euro). Der deutliche Anstieg der Steuerquote auf 43,2 Prozent (Vorjahr: 14,9 Prozent) ist im Wesentlichen auf außerordentlich hohe Einmaleffekte bei den latenten Steuern zurückzuführen.

Immofinanz trennt sich 2014 von der Buwog

CEO Eduard Zehetner zum Ausblick für das kommende Jahr: "Für 2014 planen wir, die in der Buwog gebündelten Wohnungsbewirtschaftungs- und Wohnungsentwicklungsaktivitäten in Deutschland und Österreich von der Immofinanz Group zu trennen und in ein eigenständiges Unternehmen überzuführen. Das wird entweder durch einen Börsengang via Initial Public Offering (IPO) oder Spin-off erfolgen, abhängig davon, wie sich das relevante Marktumfeld zum Umsetzungszeitpunkt präsentieren wird."

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Unternehmen, Jahresergebnis

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