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Immobilienverwalter brauchen künftig mehr Fachwissen

Eine gemeinsame Marktstudie des Verwalter-Dachverbandes DDIV und des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft EBZ belegt: Immobilienverwalter benötigen mehr Fachkompetenz denn je.

Nun hat das zum EBZ gehörende Forschungsinstitut InWIS die Ergebnisse der Untersuchung vorgelegt: 75 Prozent der Befragten waren sich einig, dass sich die Rolle des Verwalters geändert hat. Darüber hinaus stellten 98 Prozent der Befragten fest, dass die Anforderungen an Immobilienverwalter in den vergangenen Jahren mehr als deutlich gestiegen seien.

„Der Immobilienverwalter von heute benötigt auf immer mehr Gebieten eine enorme Fachkompetenz", sagt DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. Der Verbraucher wolle einen Ansprechpartner für alle Belange haben. "Für viele ist Eigentum gleichbedeutend mit Absicherung im Alter. Um die Sicherheit dieser Altersvorsorge zu gewährleisten, muss daher auch die Gewerbeordnung um Zugangsvoraussetzungen für die Tätigkeit des Immobilienverwalters ergänzt werden", so Kaßler weiter.

Neben Betriebswirtschaft wird Bautechnik wichtiger

Neben betriebswirtschaftlichen Kompetenzen müssten Immobilienverwalter heute verstärkt über bautechnisches Grundwissen verfügen. "Sie sollen bei Fragen der Instandhaltung und Modernisierung, insbesondere in Hinsicht auf Energieeffizienz, aussagefähig sein", sagt Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender des EBZ. Dazu komme Miet- und Wohneigentumsrecht, das durch neue Gerichtsurteile einer kontinuierlichen Veränderung unterworfen sei sowie die sich stark verändernden Kundenwünsche und Märkte.

56 Prozent der Befragten ist sich im Klaren darüber, dass in der Branche ein Konzentrationsprozess stattfindet. Einen wirtschaftlichen Druck zu Veränderungen verspüren 80 Prozent der Unternehmen zumindest zum Teil.

Zugangsbeschränkungen sinnvoll und notwendig

Kaßler ist daher überzeugt, dass den deutschen Immobilienverwaltern die Einführung von Zugangsbeschränkungen sinnvoll und notwendig wäre. Zumindest die befragten Unternehmen stehen dabei klar auf der Seite des Verbandes: 88 Prozent meinen, dass ein Nachweis über eine Vermögenshaftpflichtversicherung des Unternehmens Grundvoraussetzung sein sollte, um als Immobilienverwalter zugelassen zu werden.

79,5 Prozent fordern, dass Immobilienverwalter einen anerkannten immobilienwirtschaftlichen Ausbildungsberuf erlernt haben sollten und 75 Prozent sind der Meinung, dass eine mehrjährige Berufserfahrung den Ausschlag darüber geben könnte, ob Immobilienverwalter zur selbstständigen Arbeit zugelassen werden. Für einen regelmäßigen Fortbildungsnachweis sind 68 Prozent der Befragten.

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