22.08.2011 | Investoren

Immobilienmarkt profitiert von Turbulenzen an Finanzmärkten

Die Immobilienbranche wird von den Turbulenzen an den Finanzmärkten eher profitieren. Denn immer mehr Anleger wollen ihr Geld in Sachwerten anlegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE).

heute veröffentlichten View Point Debt Advisory Market Insights geht CBRE weiterhin davon aus, dass sich am Immobilienfinanzierungsmarkt eine Zweiteilung abzeichnet: Während sich die Inlandsbanken mit konservativen Geschäftsstrategien auch wieder mit höheren Kreditvolumina engagierten, etablierten sich die Auslandsbanken eher in der Nische der etwas mehr unternehmerisch orientierten Darlehen mit leicht höheren Beleihungsquoten und bei der Finanzierung von Immobilienportfolios. Langfristig prognostiziert CBRE zudem einen deutlichen Rückgang der Fremdkapitalzinsen,  sehr günstige Refinanzierungsbedingungen über Pfandbriefe seien jedoch  weiterhin möglich.

Dirk Richolt, Head of Debt Advisory Services bei CB Richard Ellis, geht insgesamt davon aus, dass trotz der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten das Umfeld für Immobilieninvestments weiterhin günstig bleiben wird. Zwar ließe sich nicht mehr ausschließen, dass einige Banken in ihrer Kreditausleihe wieder zurückhaltender würden und sich zudem eine deutlichere Spreizung der Kreditmargen zwischen niedrigen pfandbrieffähigen Beleihungsquoten und nachrangigen Risiken abzeichneten. Kombiniert mit einem Rückgang der Basiszinsen seit Jahresanfang dürften die Kreditzinsen trotz steigender Risikomargen dennoch mittelfristig niedrig bleiben.

 

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