Nur wenige Immobilieninvestoren nutzen bisher die Potenziale der Digitalisierung für ihr Geschäft. Zu diesem Ergebnis kommt der "Real Estate Investor Survey" der Beratungsgesellschaft PwC, für den neben der Abfrage von Cap-Rates erstmals auch Interviews zur Bedeutung von PropTechs geführt wurden. Vielen ist das Investitionsrisiko bei jungen Startups noch zu hoch. 75 Prozent der Investoren wollen abwarten, welche Produkte sich etablieren, bevor sie handeln.

"Das Thema PropTech wird in der Immobilienbranche viel diskutiert, das bestätigen die Investoren, mit denen wir gesprochen haben", sagt Thomas Veith, Partner bei PwC Deutschland. "Aber viele wissen nicht, wie sie erkennen können, welche der jungen Startups wirklich revolutionär sind und den Markt verändern können – und welche eben nicht."

Doch PwC geht davon aus, dass die Vorbehalte schnell fallen, sobald mehr "Use Cases" für PropTechs bekannt werden und die ersten Marktteilnehmer nennenswerte Effizienzgewinne durch neue Technologien vermelden.

Das größte Potenzial sehen die von PwC befragten Investoren in PropTech-Lösungen rund um die Themen Datensammlung, Datenauswertung und Datentransparenz sowie bei smarten Gebäudetechnologien oder Drohnen und Robotics.

-> Immobilieninvestments: Risikokennziffern aufgepasst!

Cup-Rates: Stärkster Renditerückgang in Düsseldorf

Im Fokus der aktuellen Ausgabe der PwC-Studie stand wie in den Vorjahren die Zins- und Ertragsentwicklung aus Investments in deutsche Immobilien.

In den deutschen Top-7-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart erreichte der Risiko- und Renditeindikator "All Risk Yield" (ARY) bei Büroimmobilien einen Rekord-Tiefstwert von drei Prozent. In den Top-9 Schweizer Büromärkten, die PwC erstmals seit Erhebung der Studie einbezogen hat, liegt jedoch rund ein halbes Prozent unterhalb der Renditeerwartung in den deutschen Top-7-Märkten.

Die stärkste Yield Compression unter den größten deutschen Städten wurden im vergangenen Halbjahr in Düsseldorf beobachten: Sie lag im Segment "Core" bei minus 20 Basispunkten, im Segment "Average" sogar bei minus 27 Basispunkten. Die höchste Mietsteigerungsrate bei Büroimmobilien hat mit jährlich 3,6 Prozent nach wie vor Berlin.

Stuttgart neben München teuerster Logistikteilmarkt

Der Minimum-ARY für Spitzenimmobilien an Haupteinkaufsstraßen betrug in München zuletzt nur 2,8 Prozent. München liegt damit weiterhin unterhalb der anderen untersuchten deutschen Großstädte. Generell zeigen Einzelhandelsimmobilien in den primären Lagen in den deutschen Top-7-Städten keine weitere Yield Compression.

Im Logistiksektor beobachtete PwC in Stuttgart eine starke Yield Compression ( minus 40 Basispunkte). Mit einem ARY von 4,5 Prozent ist Stuttgart nun gemeinsam mit München der teuerste Logistikteilmarkt.

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