27.07.2012 | Offene Immobilienfonds

Immobilienfondsanlegern drohen Verluste

Nur 14 Prozent der der Gebäude sind Top-Gebäude
Bild: Haufe Online Redaktion

Anlegern drohen bei der Auflösung offener Immobilienfonds einer Studie zufolge kräftige Verluste. Die Gebäude ließen sich wohl nicht so teuer verkaufen wie bisher angenommen.

Das zitiert das "Handelsblatt" heute aus einer unveröffentlichten Studie der Immobiliengesellschaft IVG. Für die Studie wurden elf Immobilienpublikumsfonds untersucht, die abgewickelt werden, darunter auch solche, die wegen hoher Mindestbeteiligungen nur Großanlegern offenstehen. Die Fonds müssen Gebäude im aktuellen Wert von 25,5 Milliarden Euro verkaufen. Nach Studium von Qualität, Lage und Mietern der Fondsgebäude lautet das Fazit der Analyse: Wenige Rosinen, potenziell viele Zitronen. "Gefragt sind Gebäude in hervorragender Qualität und in guten Lagen, die langfristig von bonitätsstarken Mietern belegt werden", stellt die IVG fest. Gerade einmal 14 Prozent der Fondsverkehrswerte haben der Studie zufolge diesen Status. Dass nur noch so wenige Top-Gebäude in den Portfolios sind, führt die Studie darauf zurück, dass die Fonds in den vergangenen zwei Jahren gezwungen waren, die Rosinen zu verkaufen. Zudem moniert die Studie, dass die Qualität im Schnitt von Jahr zu Jahr schlechter werde. Das liege am zunehmenden Alter der Gebäude. Während der Abwicklungsphase erreichten immer mehr Objekte ein kritisches Alter. Nach zehn Jahren müssten Bürohäuser von Grund auf modernisiert werden. Andernfalls seien Mieteinbußen gepaart mit Wertverlusten zu befürchten. Weil die Fonds aber die Verkaufserlöse möglichst schnell ausschütteten, fehle ihnen dafür das Geld.

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