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Immobilienfonds sind Krisengewinner am Zweitmarkt

Das Fazit für dieses Jahr am Zweitmarkt für Geschlossene Fonds fällt insgesamt nicht positiv aus. Laut Björn Meschkat, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG, zeigen sich lediglich Immobilienbeteiligungen stabil.

Der Gesamtumsatz am Zweitmarkt für Geschlossene Fonds liegt kurz vor Jahresende bei 213 Millionen Euro und damit deutlich niedriger als im Vorjahr (258 Mio. €). Meschkat sieht für das Jahr 2012 nur begrenztes Potenzial für einen Aufschwung und erwartet einen auf Jahresniveau 2010 liegenden Handelsumsatz. Positiv auf den Zweitmarkt auswirken wird sich seiner Meinung nach die Umsetzung der gesetzlichen Regulierung, die den Anlegerschutz verbessern soll.

Das beliebteste Asset, der Einkaufcenterfonds, erzielt – dank hoher Erträge und attraktiver Ausschüttungen – Kurse von bis zu 550 Prozent. „Auch auf längere Sicht kann kein anderes Immobiliensegment auch nur annähernd ein ähnliches Kurniveau erreichen“, sagt Meschkat zur Perspektive im Immobiliensegment.

Deutsche Zweitmarkt AG beantragt KWG-Lizenz

Ab 1.7.2012 wird der Handel mit Geschlossenen Fonds zugunsten des Anlegerschutzes durch den Gesetzgeber reguliert. Bis dahin läuft die Umsetzungsfrist der kürzlich von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts.

Anschließend dürfen nur noch Makler und Handelshäuser mit einer entsprechenden Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Finanzdienstleistungsinstitut nach § 32 KWG den Handel mit geschlossenen Fonds betreiben. „Wir haben Ende November unseren Antrag bei der BaFin eingereicht und sind damit bisher die Ersten und Einzigen“, so Meschkat.

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