09.02.2016 | Serie Immobilienaktien

Immobilienaktienmarkt Januar 2016

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Bild: Haufe Online Redaktion

„Was für ein Jahresauftakt!“, sagt Fondsmanager Helmut Kurz von Ellwanger & Geiger.

Der Start 2016 war einer der schlechtesten seit langer Zeit. Ähnlich miserabel verlief der Januar zuletzt im Jahr 2009 während der Finanzkrise. Wachstumssorgen und Abwertungsdruck in China, eine sich widersprechende Geldpolitik der großen Zentralbanken und das Auseinanderdriften der europäischen Staaten ergaben einen giftigen Cocktail für die Aktienmärkte. In diesem Umfeld steigender Risikoaversion konnten sich die REITs deutlich besser halten als der breite Aktienmarkt. So verlor der E&G ERIX Index für europäische REITs 4,1 Prozent. Die europäischen Immobilienaktien insgesamt, gemessen am EPRA Index, mussten mit 5,2 Prozent noch mehr abgeben. Der Stoxx 600 Europe Index für den breiten Aktienmarkt verlor sogar 6,8 Prozent.

Der Januar zeigt damit einmal mehr, dass REITs bei einer abnehmenden Risikoneigung der Anleger ein defensives Investment darstellen. Bemerkenswert gut schlugen sich die französischen REITs mit ihren insgesamt gehaltenen Kursen. Die Vermieter von Büros konnten sogar zulegen. Die Vertreter dieser Nutzungsart stellten die größten Gewinner aus diesem Land: Icade SA mit einem Plus von 5,8 Prozent und Gecina SA, mit einem solchen von 5,6 Prozent. Bei Letzteren nutzte das der Großaktionär Blackstone zu einer Platzierung seiner Aktien.

Entsprechend der Gesamttendenz italienischer Aktien fielen die REITs dort durch eine besonders ausgeprägte Kursschwäche auf. Hier belasteten die Sorgen um die italienischen Banken, die von der EZB als Bankenaufsicht gedrängt werden, ihre notleidenden Kredite abzubauen. Diese sollen bis zu einem Fünftel der gesamten Ausleihungen betragen. Immobiliare Grande Distribuzione SpA waren wie im Dezember die schwächsten Papiere mit einem Minus von 18,2 Prozent. Auch Beni Stabili SpA fielen um beachtliche 11,2 Prozent, ebenfalls ohne dass negative Unternehmensentwicklungen eingetreten wären.

Auch die britischen Titel verloren überproportional. Hier war einer der absoluten Überflieger der letzten Jahre, Derwent London PLC, mit einem Verlust von 11,8 Prozent besonders schwach. Nicht nur für diesen Wert gab es – ohne negative Unternehmensmeldungen – reihenweise Senkungen der Kursziele von Brokern und Banken. Das Risiko eines „Brexit“ wirft seine Schatten auf den britischen Immobilienmarkt.

  E&G-ERIX LandMarktkap. in €Schlusskurs 31.12.2015Schlusskurs 29.1.2016Performance* [%] Monat
1CofinimmoBE2.109.674.20098,41100,301,92%
2BefimmoBE1.216.445.20055,0052,84-3,93%
3WDPBE1.383.417.60081,2474,75-7,99%
4Merlin PropertiesES3.449.960.50011,5510,68-7,49%
5HispaniaES943.177.80013,1011,42-12,82%
6Unibail-RodamcoFR22.896.993.900234,40232,00-1,02%
7ICADEFR4.854.282.50061,9065,505,82%
8GecinaFR7.486.894.300112,10118,355,58%
9KlépierreFR12.542.806.80040,9939,90-2,66%
10Fonciere des RégionsFR5.217.108.10082,5078,30-5,09%
11MercialysFR1.734.206.40018,6418,841,10%
12Land SecuritiesGB11.356.427.6001.177,001.095,00-6,97%
13British LandGB9.985.754.800786,00740,00-4,98%
14Intu Properties GB5.273.828.800317,30299,00-5,77%
15HammersonGB6.003.956.200600,00583,50-2,75%
16SegroGB4.304.674.200429,40438,902,21%
17Derwent LondonGB4.723.332.6003.672,003.239,00-11,79%
18Londonmetric PropertyGB1.325.565.700164,00161,90-1,28%
19Great Portland EstatesGB3.457.953.200828,00766,50-7,43%
20Hansteen HoldingsGB1.050.072.700115,10111,20-3,39%
21Grivalia Properties REICGR718.946.0007,377,10-3,66%
22Alstria Office REITD1.736.803.20012,3211,41-7,32%
23Hamborner REITD549.033.1009,618,86-7,89%
24Green-REITIE1.021.297.5001,591,50-5,84%
25Beni StabiliIT1.407.147.5000,700,62-11,24%
26IGDIT589.458.1000,890,73-18,22%
27WereldhaveNL2.026.030.00051,7050,31-2,69%
28Eurocommercial Prop.NL1.944.324.90039,8040,291,24%
29Vastned RetailNL767.176.80042,3540,30-4,84%
30NSINL537.821.7003,983,75-5,61%
   122.614.571.900   

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